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New Work
Karibik lockt Homeoffice-Willige

Keine Lust auf Novembernebel? Dann verlegen Sie doch Ihr Homeoffice in die Karibik. Nachdem der Tourismus derzeit schwächelt, werben die Staaten der Karibik um Besucher, die dort vorübergehend ihr Domizil aufschlagen. 

Text: W&V Redaktion

12. Oktober 2020

Workation in der Karibik: Eine interessante Alternative zum Schmuddelwetter hierzulande.
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Alleine die Namen klingen schon verführerisch: Barbados, Aruba und Anguilla. Inselstaaten in der Karibik, die derzeit unter dem massiven Einbruch des Tourismus weltweit leiden. Deswegen versuchen sie nun auf andere Art, an Devisen zu kommen. Sie wollen Menschen einladen, ihren Wohnort vorübergehend zu verlegen und dort ihr Homeoffice einzurichten

"Wir wollen eine neue Klientel ansprechen, die wir als digitale Nomaden bezeichnen und die mit einem verlängerten Aufenthaltsvisum aus der Ferne nach Anguilla kommen und hier arbeiten werden", sagt Kenroy Herbert vom Anguilla Tourist Board. Anguilla ist ein britisches Überseegebiet in der östlichen Karibik auf den kleinen Antillen.

Billig ist das ganze jedoch nicht. Für ein Visum muss man rund 2000 Dollar berappen, wenn man ein Jahr bleiben will. Drei Monate kosten die Hälfte. Für Familien gibt es Vergünstigungen. Im Paket enthalten: zwei Covid-19-Tests. Anguilla hatte bisher extrem wenige Corona-Fälle und so soll es auch bleiben. Deswegen sind vor allem Kandidaten aus Ländern mit einer Fallzahl-Quote unter 0,2 Prozent willkommen. Mehr Infos zum Programm hier auf der Website.

Ebenso gastfreundlich ist auch Barbados, allerdings nur zu denjenigen, die über ein jährliches Mindesteinkommen von 50.000 Dollar verfügen (42.400 Euro). Außerdem sind 2000 bzw. 3000 Dollar (Single/Familien) pro Jahr als "Einreisegebühr" fällig. Dennoch konnte die Insel bislang mehr als 1.300 Anträge verzeichnen. Was das Land zu bieten hat, findet man auf dieser Welcome-Seite

Arubas Zielgruppe sind vor allem US-Bürger, an die sich die Seite One Happy Workation richtet. Sie können bis 90 Tagen bleiben, brauchen keine Gebühr bezahlen, müssen aber eines der Hotel-Pakete buchen.

Nicht nur die Karibikstaaten sind auf die Idee gekommen, mit Digitalnomaden Geld zu verdienen. Auch ein Hotel auf den Malediven hat ein ähnliches Programm aufgesetzt - mit persönlichem Assistenten, Wäscheservice und Drinks for free. Kein Wunder, dass die Luxusvariante auch entsprechend kostet: Für drei Wochen schwanken die Preise zwischen 37.000 und 52.000 Dollar.

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Autor: Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt". 

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