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Softwarekonzern
SAP: Kerstin Köder wird Marketingleiterin für EMEA

Der Softwarekonzern SAP macht Kerstin Köder zur Head of Marketing für Europa, den mittleren Osten und Afrika. Sie soll die Positionierung der Marke schärfen und das Kundenerlebnis verbessern.

Text: W&V Redaktion

24. Februar 2020

Kerstin Köder leitet das SAP-Marketing im EMEA-Raum.
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Seit Anfang 2018 leitete Kerstin Köder das Marketing für Mitteleuropa, Osteuropa und Deutschland bei SAP. Seit Anfang Februar wächst ihr Einfluss deutlich: Sie wird zusätzlich Head of Marketing für Europa, den mittleren Osten und Afrika. In dieser neu geschaffenen Stelle verantwortet sie nun das Marketing in rund 50 SAP-Niederlassungen und 150 Ländern. Sie berichtet an die weltweite CMO Alicia Tillman. 

Köders Aufgabe wird es sein, die Positionierung der wertvollsten Marke Deutschlands in diesen Märkten zu schärfen. Sie soll das Kundenerlebnis verbessern, die Digital- und Contentmarketing-Strategie von SAP vorantreiben sowie die Marketingautomatisierung verbessern.

B2C-Skills fürs B2B-Marketing

Die Baden-Württembergerin hat rund 20 Jahren Erfahrung im B2C- und B2B-Marketing in den Bereichen IT, Telekommunikation, Medien und Einzelhandel gesammelt. Bevor sie 2018 zu SAP kam, war sie bei der Freenet Goup seit 1998 in verschiedenen Positionen im Marketing tätig. Zuletzt als Marketingleiterin der Freenet AG.

Diese B2C-Skills halfen ihr dabei, das SAP-Marketing auf ein neues Level zu heben. Denn der Konzern hatte zwei lukrative Softwaresegmente verschlafen: Cloud und CRM. Die Lücke schließt der Konzern nun mit einer KI-basierten CRM-Cloudsoftware schließen. Diese Botschaft bringt Kerstin Köder zuerst in Europa und nun auch darüber hinaus an den Kunden. 

Purpose bei SAP

Schon recht früh hat Köder mit SAP das Thema Purpose in den Kommunikationsfokus gestellt und eine Haltung für das Unternehmen definiert. "Bei SAP verschreiben wir uns einem übergeordneten Ziel. Wir nehmen uns selbst im Marketing zurück", sagt sie 2018 im W&V-Interview. "Stattdessen wollen wir Unternehmen unsere Software zur Verfügung stellen, damit sie besser funktionieren. Wenn ein Unternehmen besser funktioniert, verbessert sich die Gesellschaft, die Wirtschaft und auch das Leben vieler Menschen." 

Sie habe festgestellt, dass immer mehr Entscheider als Kaufgrund angeben, dass SAP die Mitarbeiter gut behandle. Dies sei eines der drei wichtigsten Entscheidungskriterien. Wer denkt, die Kaufentscheidung hätte nur etwas mit den Funktionen zu tun, irre sich. "Im Software­bereich wird eine Kaufentscheidung zu 43 Prozent durch die Marke beeinflusst. Eine gute, richtig belegte Marke zu haben, ist also sehr wichtig", sagt sie. Über sie Entwicklung und stringente Umsetzung einer Unternehmenshaltung spricht sie am 28. Mai 2020 auf der Konferenz "Create Purpose by W&V". 


Autor: Verena Gründel

ist seit 2017 bei W&V, zuerst als Redakteurin im Marketingressort, jetzt als Mitglied der Chefredaktion. Sie schreibt am liebsten über Food-, Fitness-, Kosmetik- und Digitalthemen - und über spannende Marken- und Transformationsgeschichten. Wenn daneben noch Zeit bleibt, kocht und textet sie für ihren Foodblog und treibt viel Sport. Wenn sie länger frei hat, reist sie mit dem Auto durch die Welt, am liebsten durch Lateinamerika.

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