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Jobwechsel
Schnell weg ... oder doch lieber bleiben?

Der Frust im Job kann noch so groß sein - jede Kündigung sollte wohl überlegt sein, rät die Personalagentur Robert Half. Diese Tipps helfen dabei.

Text: W&V Redaktion

10. Juli 2019

So groß der Ärger manchmal auch ist - jede Kündigung sollte wohl überlegt sein.
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Keine Karriereaussichten. Über- oder Unterforderung. Schlechtes Verhältnis zum Chef oder den Kollegen. Miese Bezahlung. Gründe, seinen Job hinzuschmeißen, gibt es reichlich. Laut einer Umfrage des Personaldienstleisters Robert Half ist ein Drittel der befragten Arbeitnehmer bei der Arbeit unzufrieden. In dieser Situation - und angesichts des derzeitigen arbeitnehmerfreundlichen Arbeitsmarkts - ist bei vielen die Kündigung nicht mehr weit.

Allerdings sollte dieser Schritt wohl überlegt sein und auf keinen Fall voreilig unternommen werden, mahnt Emine Yilmaz, Director bei Robert Half. "Viele Arbeitnehmer sind sich ihrer persönlichen Ziele nicht bewusst." Bevor man also seiner Arbeitsstätte den Rücken endgültig kehrt, sollte man erst einmal die Ursachen der Unzufriedenheit erforschen und sich darüber klar werden, wohin der berufliche Weg führen soll.

Daher rät die Personalberaterin jedem Arbeitnehmer, im Vorfeld einer Kündigung folgende Fragen für sich abzuklären:

1. Was verspricht man sich von einem Jobwechsel?
Was stört bei der aktuellen Arbeit? Was soll im neuen Job anders sein? Womöglich lassen sich die Probleme auch im bestehenden Arbeitsverhältnis aus der Welt schaffen. Denn: Durch einen Jobwechsel wird nicht automatisch alles besser. Gibt es am Ende tatsächlich keinen anderen Ausweg, sollte zumindest darauf geachtet werden, dass die Unternehmenskultur im neuen Umfeld zu einem passt.

2. Gibt es persönliche Ziele?
Wie soll es nach der Kündigung weitergehen? Sucht man neue Herausforderungen? Wie soll der Traumjob aussehen, wohin soll die Karriere führen? Erst wenn man sich darüber im Klaren ist, sollte man nach dazu passenden Jobs suchen. Auch die Möglichkeit der Weiterbildung sollte nicht außer Acht gelassen werden.

3. Ist der Kopf bei der Entscheidung wirklich frei?
Wird das Unwohlsein im Job und damit der innere Druck zu groß, ist schnell mal gekündigt. Dennoch sollte eine Kündigung keine übereilte Flucht, sondern der nächste Schritt zur Verwirklichung der beruflichen Ziele sein.

4. Ist die Bereitschaft für Veränderung wirklich da?
Ein Jobwechsel bedeutet immer auch, alte Gewohnheiten aufzugeben und sich in einem neuen Arbeitsumfeld zurechtfinden zu müssen.

5. Passt eine Kündigung in die aktuelle Lebensplanung?
Lässt sich eine Kündigung mit den privaten Plänen vereinbaren? Hat man genügend Zeit für Bewerbungen und Vorstellungsgespräche? Wie sehen überhaupt die persönlichen Marktchancen aus?

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