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Recruiting
So sieht die optimale Stellenanzeige aus

Bleibt die eigene Jobofferte Bewerbern im Gedächtnis? Ja, wenn bestimmte gestalterische Kriterien eingehalten werden. Die Studie von MediaAnalyzer zeigt, worauf es ankommt.

Text: W&V Redaktion

11. September 2018

Wer sich bei der Gestaltung von Stellenanzeigen Mühe gibt, hat die besseren Karten
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Der Kampf um die Talente wächst und der Markt der Jobofferten boomt. Angesichts der großen Konkurrenz im Netz fragen sich viele Recruiter, wie die optimale Stellenanzeige aussieht, wie sie aufgebaut sein sollte und welche gestalterischen Elemente sie idealerweise hat, um möglichst viele qualifizierte Bewerber auf sich aufmerksam zu machen.

Was ist besser: Gestaltet oder ungestaltet?

Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, hat W&V das Marktforschungsinstitut MediaAnalyzer beauftragt, den Unterschied zwischen gestalteten und ungestalteten Anzeigen zu untersuchen. Insgesamt wurden fünf Stellenanzeigen in jeweils zwei Versionen getestet. Während Bewerber auf ungestalteten Anzeigen die Infos über Job und Arbeitgeber meist recht schnörkellos, aber gebündelt finden, sind gestaltete Anzeigen visuell optimiert. Für die Studie wurden 506 Personen im Alter zwischen 18 und 55 Jahren befragt. Das Recruiting der Probanden hat der Marktforschungsdienstleister Respondi übernommen.

Überraschendes Ergebnis

Heraus kam ein Ergebnis, das auch die Forscher frappiert hat: "Die gestalteten Anzeigen haben durch die Bank bessere Ergebnisse auf alle abgefragten Merkmale erhalten, als die ungestalteten Anzeigen", sagt Steffen Egner, Geschäftsführer von MediaAnalyzer. Sie lösten bei den Probanden eine größere Begeisterung aus und wurden eindeutig bevorzugt. "Selten habe ich so ein klares Ergebnis gesehen", so der Marktforscher. Die überwältigende Mehrheit von über 82 Prozent der Befragten sprach sich für die gestalteten Anzeigen aus und nur 18 Prozent für die ungestalteten. Im Gesamtvergleich konnten sich die gestalteten gegen die ungestalteten Anzeigen in allen 15 Punkten klar durchsetzen. In 14 Punkten war der Unterschied sogar so groß, dass man ihn als "statistisch signifikant" bezeichnen kann. Abgefragt wurden Aussagen wie "Ist klar strukturiert", "Wirkt seriös" und "Hebt die wichtigsten Informationen gut hervor".

Schlecht fürs Employer Branding

Das eindeutige Ergebnis mag auch darauf zurückzuführen sein, dass die gestalteten Anzeigen den Lesegewohnheiten entgegenkommen, die man aus der Online-Welt adaptiert hat. Abweichungen führen laut Egner dazu, dass der Kandidat die Anzeige als unübersichtlich wahrnimmt. Außerdem ist den Forschern aufgefallen, dass die Marke der inserierenden Unternehmen bei den ungestalteten Anzeigen vielfach in den Hintergrund rückt. "Da Unternehmen Stellenanzeigen auch unter Marketing-Gesichtspunkten sehen, ist es wichtig, dass sie weiter die Möglichkeit haben, mit ihrer CI aufzutreten", sagt Egner. Ungestaltete Anzeigen hätten dagegen den Vorteil, dass sie sich auf allen Formaten und Größen in einheitlicher Optik darstellen lassen - auf Desktop, Tablet oder Smartphone gleichermaßen.

Die komplette Studie lesen Sie in der kommenden Ausgabe von W&V Nr. 37/2018. Hier geht's unkompliziert zur günstigen Einzelheft-Bestellung ...

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