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Gehaltsreport für Absolventen
Stepstone-Studie: Je höher der Abschluss, desto mehr Kohle

Ein Hochschulabschluss macht sich immer positiv auf dem Lohnzettel bemerkbar. Dabei gilt: Je höher der Abschluss, desto höher ist auch das Einstiegsgehalt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von Stepstone.

Text: W&V Redaktion

20. November 2019

Aus Gehaltssicht lohnt sich ein abgeschlossenes Studium allemal.
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Wer in seinem Beruf nicht nur Spaß haben, sondern von Anfang an auch viel verdienen möchte, sollte ein abgeschlossenes Studium vorweisen können. Diesen Schluss legt der aktuelle "Gehaltsreport für Absolventen" der Online-Jobplattform Stepstone nahe. Dabei wirkt sich auch die Höhe des Abschlusses auf die Verdienstmöglichkeiten aus -  die Differenz zwischen den einzelnen Branchen beträgt satte 16.000 Euro.

Demnach liegt das durchschnittliche Jahresgehalt von Berufseinsteigern mit akademischem Abschluss in Deutschland bei rund 45.000 Euro brutto. Damit erhalten Absolventen bereits zum Karrierestart rund 20 Prozent mehr Kohle als Berufseinsteiger ohne Studienabschluss. Masterabsolventen verdienen im Schnitt 13 Prozent mehr als ihre Kollegen mit Bachelorabschluss. Einen noch höheren Lohn erhalten diejenigen, die promovieren: Hier stehen am Ende 40 Prozent mehr auf dem Gehaltszettel.

"Die Nachfrage nach hochqualifizierten jungen Fachkräften steigt in Deutschland seit Jahren", sagt André Schäfer, Gehaltsexperte bei Stepstone. "Diese Entwicklung wird sich auch künftig fortsetzen, denn die demografischen Herausforderungen erreichen den Arbeitsmarkt in den nächsten Jahren erst mit voller Kraft. In der Wirtschaft besteht zudem aufgrund von Digitalisierung und Automatisierung weiterhin ein hoher Bedarf an Mitarbeitern mit komplexen und analytischen Fähigkeiten."

Mediziner verdienen am meisten, Kulturwissenschaftler am wenigsten

Stepstone hat für die Studie die Daten von rund 11.000 Berufseinsteigern mit akademischer Ausbildung und maximal zwei Jahren Berufserfahrung analysiert. Dabei haben die Experten auch die Verdienstmöglichkeiten in den einzelnen Branchen unter die Lupe genommen. Dabei stellte sich - wenig überraschend - ein Studium der Medizin als am lukrativsten heraus, gefolgt von Wirtschaftsingenieurwesen und Naturwissenschaften. So führen die Mediziner mit einem durchschnittlichen Anfangsgehalt von 51.700 Euro brutto das Ranking an. Platz zwei und drei belegen Wirtschaftsingenieure mit 49.800 Euro sowie Naturwissenschaftler mit rund 49.000 Euro. Am wenigsten erhalten dagegen die Absolventen von Design-Studiengängen (35.900 Euro), Geisteswissenschaftler (35.500 Euro) und Geschichts- und Kulturwissenschaftler (35.200 Euro).

Was am Jahresende auf der Lohnabrechnung steht, hängt auch von der Branche ab, in der man beschäftigt ist: So zahlt die Automobilindustrie ihren Berufseinsteigern mit 51.400 Euro im Schnitt am meisten, gefolgt von der Chemie- und Pharmaindustrie (jeweils 50.200 Euro). Die niedrigsten Einstiegsgehälter gibt es dagegen in den Branchen Bildung & Training (38.700 Euro), Agentur, Werbung & PR (36.200 Euro) sowie Freizeit, Touristik, Kultur  & Sport (35.300 Euro).

Unternehmensgröße wirkt sich ebenfalls auf das Gehalt aus

Auch die Unternehmensgröße wirkt sich auf die Einstiegsgehälter aus. Am besten, nämlich neun Prozent über dem Durchschnitt, zahlen Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern. Bei mittelgroßen Firmen mit einer Mitarbeiterzahl zwischen 500 und 1000 liegt das Einstiegsgehalt dagegen nur noch zwei Prozent über dem Durchschnitt. Mit einem Jahresgehalt von durchschnittlich 49.100 Euro erhalten Absolventen in Unternehmen über 1000 Mitarbeitern sogar 16 Prozent mehr als ihre Kollegen in Firmen mit bis zu 500 Angestellten.

Schließlich spielt es auch eine Rolle, in welcher Region und in welcher Stadt man seine erste Stelle antritt. Dabei macht sich ein deutliches Süd-Ost-Gefälle bemerkbar: Während die Absolventen in Bayern (47.200 Euro), Baden-Württemberg (47.000 Euro) und Hessen (46.800 Euro) Top-Einstiegsgehälter erhalten, liegen die Bundesländer Sachsen (38.700 Euro), Brandenburg (39.900 Euro) und Thüringen (39.700 Euro) am unteren Ende der Gehaltsspanne. Aufgeschlüsselt nach Städten, winken den Berufseinsteigern in Frankfurt (48.800 Euro) sowie Stuttgart und München (beide 48.500 Euro) die höchsten Gehälter.

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