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New Work
Studie: So werben Arbeitgeber um neue Mitarbeiter

Während früher ein dicker Dienstwagen oder ein üppiger Gehaltsscheck lockten, setzen Unternehmen mittlerweile auf andere Methoden, um sich die besten Bewerber zu angeln - so funktioniert das Recruiting der nächsten Generation.

Text: W&V Redaktion

7. Januar 2020

Die neuste Technik, kostenlose Snacks, Home Office: Mit diesen Maßnahmen werben Unternehmen um Fachkräfte.
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Der neueste Laptop, kostenlose Snacks, Home Office: Wie großzügig sich Arbeitgeber wirklich zeigen, um neue Mitarbeiter zu gewinnen und an sich zu binden, veranschaulicht eine aktuelle branchenübergreifende Bitkom-Studie. Fast schon Standard (92 Prozent) ist die kostenfreie Getränkeversorgung. Jedes fünfte Unternehmen bietet zudem kostenloses Essen an. Aber auch mit moderner Technik lässt sich so mancher Arbeitnehmer ködern: Mehr als die Hälfte der Arbeitgeber (55 Prozent) setzt auf die neuesten Generation von Smartphone, Tablet oder Notebook. 60 Prozent erlaubt dabei ausdrücklich auch die private Nutzung dienstlicher Geräte. 54 Prozent der befragten Unternehmen sponsorn dagegen ihren Mitarbeitern Jobtickets für freie Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. "Aus dem Arbeitgebermarkt ist ein Arbeitnehmermarkt geworden. In vielen Berufen und quer durch alle Branchen gibt es einen Mangel an Fachkräften – und nicht nur die besten Köpfe sind heiß umworben", sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. "Viele Unternehmen lassen sich einiges einfallen, um Mitarbeiter zu begeistern und langfristig zu binden. Dabei orientieren sie sich auch an dem weit verbreiteten Wunsch, Erfolg im Beruf mit Zeit für Familie und Privatleben zu verbinden."

"Digitale Technologien machen die neue Freiheit überhaupt erst möglich"

Starre Arbeitszeiten? Nein, danke! Das Prinzip New Work wird immer beliebter: Während sieben von zehn Unternehmen auf Gleitzeitarbeit setzen, bieten zwei Drittel Arbeitszeitkonten für flexible Arbeitszeiten und 46 Prozent haben Vertrauensarbeitszeit eingeführt. Laut der Studie sind auch diverse Weiterbildungsmaßnahmen, die sieben von zehn Arbeitgebern anbieten, eine beliebte Maßnahme, um sich als Arbeitgeber attraktiv zu machen. Überzeugen wollen Unternehmen außerdem mit einer Arbeitsatmosphäre, die das Gemeinschaftsgefühl stärkt (44 Prozent) sowie mit Mitarbeiter-Events (29 Prozent). Doch natürlich zählt nach wie vor die Leistung: "Digitale Technologien machen die neue Freiheit, die mit New Work verbunden wird, überhaupt erst möglich. Wichtig ist, dass man auch in Wohlfühloasen das Arbeiten nicht vergisst. Unternehmen sind in der Pflicht, ihren Mitarbeitern dabei zu helfen, diese Freiheit auch eigenverantwortlich zu nutzen", sagt Berg.

Der Dienstwagen hat ausgedient

Weniger oft vertreten sind dagegen Spiel- und Unterhaltungsangebote, betrieblichen Zusatzleistungen zur Altersvorsorge, Maßnahmen zur Gesundheitsförderung (17 Prozent) und Sabbaticals (14 Prozent). Eine Kita oder sonstige Kinderbetreuung bieten nur 8 Prozent der Unternehmen. Interessant: Der früher so beliebte Dienstwagen scheint ausgedient zu haben. Nur 12 Prozent der Unternehmen wollen damit Mitarbeiter ködern. Auch überdurchschnittliche Gehälter (9 Prozent) spielen kaum eine Rolle.


Autor: Alessa Kästner

ist Absolventin der Burda Journalistenschule und volontierte beim Playboy. Die gebürtige Münchnerin schrieb für Magazine wie ELLE, Focus oder Freundin und schnupperte im Anschluss noch ein wenig Agenturluft bei Fischer Appelt. Ihre Kernthemen als W&V-Redakteurin: Digital Lifestyle, New Work und Social Media.

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