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Analyse des Suchverhaltens
Video-Konferenztools: Zoom weckt die meiste Neugier

Was in aller Munde ist, wird auch häufig gesucht. Davon profitierte in Corona-Zeiten vor allem das Videokonferenz-Angebot Zoom. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 20 mal mehr Suchanfragen.

Text: W&V Redaktion

29. Juli 2020

Das Suchverhalten der Deutschen.
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Die Zahl ist gigantisch: 1,43 Millionen Mal pro Monat haben Internetnutzer sich via Google über Zoom informiert. Erst danach kommen Skype und Microsoft Teams. Das zeigt eine Auswertung der Online-Visibility-Management-Plattform Semrush, für die Experten die deutschlandweiten Google-Suchanfragen von Januar bis Mai 2020 mit den Eingaben im Vorjahreszeitraum verglichen haben.

Einen erstaunlichen Sprung nach oben machte auch Jitsi  - plus 8.000 Prozent. Damit verzeichnet Jitsi die höchste Steigerungsrate.

Im Ranking der meistgesuchten Videokonferenz-Tools folgen an zweiter Stelle Skype mit durchschnittlich 881.000 monatlichen Aufrufen und auf dem dritten Platz Microsoft Teams mit 565.400 Aufrufen. Zwischen 2019 und 2020 haben die ersten beiden die Plätze getauscht. Im Vorjahreszeitraum hatte Skype mit deutlichem Vorsprung vor Zoom den ersten Platz inne.

Zeitlich spiegelt sich in den Anfragen der Höhepunkt des Lockdowns im April 2020 wider – mit nochmal deutlich höherem Anfrageaufkommen für Zoom (3,35 Millionen) und Skype (1,5 Millionen). Den größten Zuwachs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnete auf Platz vier der Anbieter Jitsi mit durchschnittlich 225.240 monatlichen Aufrufen und einer Steigerung um das 80-Fache.

Auf den weiteren Rängen folgen: Slack (im Vorjahreszeitraum auf Platz zwei), Gotomeeting, Webex, Google Hangouts und Google Meet.

Trello, Jira und Asana: Kollaborationstools weniger wichtig

Deutlich weniger suchten die Deutschen auf dem Höhepunkt der Corona-Pandemie nach Kollaborations- und Teammanagement-Software für die virtuelle Zusammenarbeit. Diese bietet Unterstützung beim digitalen Projektmanagement. Teams können ihre Aufgaben und Arbeitsprozesse für alle Mitarbeiter im Homeoffice einsehbar planen und verwalten. Sowohl die absoluten Zahlen der Suchanfragen als auch die Steigerungsraten fallen hier jedoch deutlich geringer aus als beim Thema Videokonferenzen.

Am häufigsten eingegeben wurde der Anbieter Trello mit durchschnittlich 153.000 monatlichen Suchanfragen von Januar bis Mai 2020. Es folgen Jira, Asana, Meistertask, Forecast, Basecamp und Monday. Die größte Steigerung innerhalb der Top 10 mit einem Plus von 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete Monday.

Das Stichwort Homeoffice wurde mit 118.540 monatlichen Anfragen über sieben Mal häufiger eingegeben als im Vorjahreszeitraum. Die Kombination Homeoffice einrichten kam auf einen Zuwachs von 473 Prozent und Homeoffice Möbel von 237 Prozent. Das Stichwort Work Life Balance wurde hingegen in beiden Jahren mit monatlich circa 16.780 beziehunsweise 17.600 Anfragen nahezu gleich häufig in die Suchmaschine getippt. Die Steigerung beträgt lediglich knapp fünf Prozent.

"Insgesamt zeigt sich, dass Marken auch in der Krise an Bekanntheit gewinnen können. Das gilt insbesondere für Produkte, die den Konsumenten schnelle und unkomplizierte Hilfe bieten", erklärt Olga Andrienko, Head of Global Marketing bei Semrush.  
 

Alles Wichtige zur Coronakrise lesen Sie hier in unserem Liveblog:


Autor: Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt". 

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