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Recruiting
Warum man auf negative Bewertungen antworten muss

Bewerber schauen nicht nur auf die Bewertungen potenzieller Arbeitgeber. Immer wichtiger wird auch, wie diese mit Kritik und Negativkommentaren umgehen.

Text: W&V Redaktion

27. November 2018

Auf schlechte Bewertungen sollten die Arbeitgeber antworten.
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Bewertungsplattformen wie Kununu oder Glassdoor gewinnen auf dem Bewerbermarkt immer mehr an Bedeutung. Ohne vorher die Bewertungen der Arbeitgeber abgeglichen zu haben, bewirbt sich heute kaum noch jemand. 48,2 Prozent geben das bei einer aktuellen Umfrage von Softgarden an, dass sie Bewertungen vorher checken. 2017 waren es erst 45,7 Prozent. Und die Bewerber sind sehr aufmerksam geworden. Sie beobachten nämlich zunehmend auch den Umgang des Unternehmens mit Kritik und Feedback.

Je detaillierter die Bewertung ausfällt, desto hilfreicher finden sie die Bewerber. Ausführliche Kommentare von Mitarbeitern in Textform finden 81,2 Prozent "hilfreich" oder "sehr hilfreich", eine Gesamtbewertung in Sternen zu 59,7 Prozent. Ausführliche Kommentare von Bewerbern finden 72,2 Prozent "hilfreich", beziehungsweise "sehr hilfreich", bei der Gesamtbewertung in Sternen sind es 46,0 Prozent.

Wenn die Arbeitgeber in den Dialog gehen, wird das sehr positiv aufgenommen. Sie können sich bei den Plattformen mit einem kostenpflichtigen Arbeitgeberporträt präsentieren und außerdem Statements zu Kommentaren veröffentlichen. Bewerber schätzen das Engagement 78,1 Prozent finden Arbeitgeberkommentare "hilfreich" oder "sehr hilfreich", bei der Schaltung eines Porträts sind es 64,2 Prozent.

Allerdings erwarteten die Bewerber auch bei einer qualitativen Befragung individuelle und nicht gleichförmige Arbeitgeber-Porträts. Und wenn sie zu wenig auf Kritik eingehen, stoßen sie auf wenig Verständnis der potenziellen neuen Mitarbeiter. So urteilt ein Bewerber besipielsweise: "Es gibt nichts Schlimmeres als ein Profil von einem Arbeitgeber, auf dem fast nur negative Bewertungen sichtbar sind und keine Reaktion. Ich habe mich schon öfter bei solch schlechten Bewertungen von Arbeitgebern nicht mehr dort beworben".

Dabei finden 82,3 Prozent eine sichtbare Reaktion auf negative Kommentare positiv. Die regelmäßige Feedback-Aktivierung aller Mitarbeiter und Bewerber  goutieren nur 55,2 Prozent. und noch kritischer sehen Bewerber die gezielte Aktivierung von positiv gestimmten Mitarbeitern für das Feedback auf Arbeitgeberbewertungsplattformen (24,1 Prozent Zustimmung).  An der Softgarden-Umfrage haben 6551 Bewerber teilgenommen.

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