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Job-Porträt
Was macht eigentlich ... eine Network Managerin?

In ihrem Alltag bewegt sie sich zwischen coolen Influencer-Events und ausgefeilten Zahlen-Analysen. Nadine König stellt als Talent and Network-Managerin die nötigen Kontakte her und gibt ihr Wissen weiter.

Text: W&V Redaktion

18. Mai 2020

Nadine König, Webedia/Allyance.
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Name: Nadine König

Position: Senior Talent and Network Managerin

Alter: 32

Studium: Asien-Afrika-Wissenschaften (HU Berlin)

Unternehmen: Webedia Gaming GmbH / Abteilung Allyance Network

Was machen Sie? 

Wer sich für YouTube, Influencer, Twitch und Social Media interessiert, der ist bei mir und Allyance an der richtigen Adresse. Im Speziellen, wenn es darum geht, die Plattformen selber zu verstehen: Wie baue ich dort Kanäle auf? Wie entwickle ich sie weiter? Ein weiterer meiner Schwerpunkte ist, mich damit auseinanderzusetzen, wie Influencer auf diesen Plattformen gut mit Kunden zusammenarbeiten können. Darin liegt nämlich meine Hauptaufgabe, egal in welcher Ausprägung diese sich in verschiedenen Projekten zeigt. Das bedeutet, dass ich zum einen mit den Influencern selber an ihren Kanälen und ihrer Vermarktung arbeite und zum anderen dieses Wissen auch Kunden für deren strategische Planung weitergebe. 

Zudem verantworte ich das YouTube-Netzwerk bei uns und leite die drei Mitarbeiter, die sich primär um die Betreuung unserer YouTuber dort kümmern. Hier liegen meine Aufgaben in der Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter rund um das Thema YouTube etc. sowie darin, strategisch wichtige Projekte umzusetzen.

Wie sehen Sie Ihre Rolle im Team?

Da die Welt von YouTube und Influencern ständig in Bewegung ist, ist es in meiner Rolle wichtig so up to date wie möglich zu sein, um so neue Impulse an das Team geben zu können. Ich bin erste Ansprechpartnerin, wenn es darum geht, Fragen rund um YouTube (z.B. Kanalwachstum und Probleme) zu beantworten und auch dann, wenn der richtige Influencer für eine Kampagne gesucht wird. Mit meinem Expertenwissen in diesen Bereichen unterstütze ich mein Team in seinen Aufgaben und Projekten, damit wir gemeinsam vorankommen.

Sie wollen selbst zum Influencermarketing-Experten werden? Was hinter dem Buzzword steht, warum Sie Instagram, TikTok und Fortnite kennen sollten und mehr finden Sie im aktuellen Report "Influencermarketing" oder Sie besuchen das W&V Seminar How to … Influencermarketing.

Wie sind Sie zu dieser Aufgabe gekommen? 

Ich wollte vor drei Jahren unbedingt in die Gaming-Branche. Nachdem ich die Bereiche Redaktion und Kundenservice bei einem Gaming Publisher absolviert hatte und es nicht das Richtige war, bin ich durch Zufall auf die Ausschreibung des Allyance Networks gestoßen. Ich hatte hohes persönliches Interesse an YouTube und dem Bereich Gaming und daher schien die Stelle einer Beraterin für Gaming-YouTuber ideal.

Welche Eigenschaft hilft Ihnen im Alltag am meisten? Warum?

Mein Alltag besteht zu 90 Prozent aus der Kommunikation mit Influencern, Kollegen oder Kunden. Für mich ist es wichtig, in jedem Austausch so empathisch wie möglich zu sein, um die Wünsche, Probleme oder auch den Nutzen herauszufinden, um so das Gespräch in eine produktive und positive Richtung für beide Seiten zu lenken. So lassen sich lange Diskussion vermeiden und es fördert eine gute Beziehung zwischen mir und dem Gegenüber, welche sich dann in der Zukunft wieder auszahlt.

Schildern Sie möglichst anschaulich ein Projekt, das Sie besonders begeistert hat.

Der Start unseres eigenen Influencer-Managements On Fire hat mich sicherlich am meisten begeistert. Zum einen, weil ich dies schon länger starten wollte, die Bedingungen aber anfangs nicht ideal waren. Als wir dann im Januar 2018 die Youtuberin Saftiges Gnu aufgenommen haben, welche kurz danach durch die Decke ging, fügten sich die Dinge fast wie von selbst. 

Was mich an dem Projekt begeistert hat, war, dass ich so die Möglichkeit erhalten habe, mit ihr, aber nun auch weiteren Influencern wie Der Heider intensiver als zuvor zu arbeiten. Das bedeutet eben auch, sich noch weiter mit den Daten zu beschäftigen und bei On Fire auch Influencer zu haben, die das Bedürfnis haben, zu wachsen und für jede Hilfe offen sind. Denn bei On Fire war mir wichtig, dass wir nicht nur die Sales-Seite betreuen, sondern dass wir eng mit den Influencern an ihren Kanälen arbeiten. Damit stellen wir sicher, dass die Kanäle langfristig wachsen.

Daraus haben sich für mich beruflich viele neue Möglichkeiten ergeben, wie spannende Kampagnen, Reisen oder auch als Speaker zu arbeiten.

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Was ist Ihnen in Ihrem Job am wichtigsten? Was macht am meisten Spaß?

Ich finde ein faires und respektvolles Miteinander am wichtigsten. Das betrifft Influencer genauso wie Kunden oder Kollegen. In einer Atmosphäre, wo alle auf Augenhöhe miteinander umgehen, entstehen bessere Projekte, von denen auch alle überzeugt sind. Denn nur in einem solchen Umfeld traut sich auch jemand, eine kritische Nachfrage zu stellen oder auch Nein zu etwas zu sagen. Dies kann einen davor bewahren, einen Weg zu gehen, der zu nichts führt oder Hindernisse frühzeitig zu erkennen, um diese zu vermeiden. 

Zwei sehr unterschiedliche Seiten machen mir viel Spaß. Das eine ist die Analyse der YouTube-Kanäle. Wenn man aus den Daten spannende Rückschlüsse und daraus wiederum gute Tipps zur Optimierung herausziehen kann.

Auf der anderen Seite verlasse ich sehr gerne das Büro und habe dann viel Spaß auf den Events mit meinen Influencern. Vor Ort zu sehen, dass nicht alles nur online stattfindet, sondern man wirklich Menschen aller Altersstufen erreicht und für diese die Inhalte, die gemacht werden, eine Bedeutung haben, ist ein beflügelndes Gefühl. 

Mein Job ist unverzichtbar, weil …

Nicht jeder Influencer oder Kunde die Zeit hat, sich mehrere Stunden mit den Daten der verschiedenen Plattformen zu beschäftigen. Dabei ist ja auch wichtig, diese ins Verhältnis und in den richtigen Kontext zu setzen. Durch meinen Job stelle ich eine Expertise zur Verfügung, die Kunden sowie Influencern Zeit spart und sie in ihren Projekten weiterbringt. 

Außerdem brauchen auch Künstler wie Musiker einen Manager und da sind für mich Influencer keine Ausnahme. Auch sie brauchen einfach jemanden, der den Business-Bereich führt, während sie sich kreativ ausleben. 

Wenn Sie nicht Senior Talent and Network Manager wären, was wären Sie dann? 

Ich denke, ich wäre dann entweder im Community Management eines Publishers gelandet oder PR-Manager dort.


Autor: Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt". 

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