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IPO in den USA
We Work nähert sich dem Börsengang

Das könnte der zweitgrößte Börsengang des Jahres werden: Der Coworking-Space-Anbieter We Work will bis Jahresende an die Wall Street. Eine wichtige Hürde hat das Startup jetzt genommen.

Text: W&V Redaktion

14. August 2019

Martin Ott wechselt zum 1. September von Facebook zu The We Comnpany.
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Nur ein Prozent aller Büroflächen wird von Coworking-Anbietern genutzt. Aber das Segment wächst. Der größte unter ihnen, We Work Companies, plant noch für dieses Jahr den Börsengang. Jetzt hat das Unternehmen einen wichtigen formellen Schritt für seine Börsenpläne in den USA eingeleitet: Mit der Einreichung eines sogenannten S1-Formulars bei der Börsenaufsicht SEC legte das Startup am Mittwoch erste grundlegende Geschäftsinformationen für potenzielle Investoren offen.

Die Pläne für den Börsengang waren bereits Ende April bekannt geworden. So hatte das Unternehmen im Dezember einen entsprechenden Antrag bei der SEC eingereicht. Aus dem Formular geht hervor, dass der Anbieter in den ersten sechs Monaten dieses Jahres einen Verlust von 690 Millionen Dollar (rund 617 Millionen Euro) verbucht hat. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte sich der Umsatz mit 1,8 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt. We Work wolle seine Aktien nun unter dem Kürzel "WE" laufen lassen, hieß es.

Im September habe We Work einen Emissionserlös von rund dreieinhalb Milliarden Dollar ins Auge gefasst, berichtete Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Damit würde es sich um den zweitgrößten Börsengang des Jahres handeln, nach dem des Fahrdienstleisters Uber, der bei seinem Listing im Mai mehr als acht Milliarden Dollar eingenommen hatte.

We Work gehört zu den wertvollsten Start-ups der Welt und wurde bei seiner jüngsten Finanzierungsrunde im Januar laut US-Medienberichten mit 47 Milliarden Dollar bewertet. Das Geschäftsmodell ist, anderen Unternehmen langfristig angemietete Immobilien zur Verfügung zu stellen. Während die Marke We Work für flexible Büros steht, schlummern noch weitere Ideen in der Pipeline, von der Unterkunft (We Live) bis zur Kinderbetreuung. Zu den Kunden gehört neben vielen Startups etwa auch IBM. We Work wurde 2010 gegründet. In Deutschland machte We Work von sich reden, weil sich das Unternehmen Facebook-Europa-Chef Martin Ott für eine vergleichbare Position angelte.

am/mit dpa

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