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Arbeitgeber-Ranking
Wirtschaftsnachwuchs will zu Google

Google ist erstmals Arbeitgeber Nummer eins bei jungen Wirtschaftswissenschaftlern. Das zeigt eine Studie der Employer-Branding-Beratung Universum. Die Autoindustrie verliert deutlich an Beliebtheit. 

Text: W&V Redaktion

7. Oktober 2020

Bei ITlern ist Google schon lange Nummer eins.
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Mit Google steht in diesem Jahr erstmals ein IT-Unternehmen an der Spitze der Rankings der attraktivsten Arbeitgeber junger Berufstätiger mit einem Studienabschluss in Wirtschaftswissenschaften. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Young Professional Survey 2020 von Universum. Die Employer-Branding-Beratung hat dafür in diesem Jahr insgesamt 14.220 junge Berufstätige in Deutschland befragt.

In den vergangenen zehn Jahren war die Spitzenposition ausnahmslos Automobilunternehmen vorbehalten. Porsche behauptet sich auf dem zweiten Platz und ist damit als einziger Automobilhersteller unter den diesjährigen Top 3 vertreten. Lufthansa Group folgt auf dem dritten Platz. Insgesamt verliert die Automobilbranche bei Young Professionals aus allen Fachbereichen erstmals deutlich an Beliebtheit.

"Die negative Berichterstattung über die Automobilunternehmen spiegelte sich bislang kaum in den Arbeitgeberrankings der Young Professionals wider. Das hat sich im aktuellen Ranking geändert. Lediglich Porsche kann sich dem Trend entziehen. Vieles spricht dafür, dass die Automobilindustrie im Umbruch steckt, der durch die aktuellen Entwicklungen im Rahmen der Corona-Pandemie noch verstärkt und beschleunigt wird", kommentiert Tina Smetana, Country Manager Germany bei Universum, die Rankings.

Forschungsunternehmen gewinnen an Beliebtheit bei Naturwissenschaftlern

Auch junge Berufstätige mit einem Abschluss in IT/Informatik möchten am liebsten bei Google arbeiten. Das Unternehmen kann seinen ersten Platz verteidigen. Mit Microsoft weiterhin auf dem zweiten und Apple neu auf dem dritten Rang stehen in diesem Fachbereich ausschließlich IT-Unternehmen an der Spitze des Rankings.

Für junge Ingenieure sind dagegen auch in diesem Jahr Automobilhersteller die attraktivsten Arbeitgeber. Auf dem ersten Platz rangiert Porsche, gefolgt von der BMW Group. Audi und Daimler/Mercedes-Benz teilen sich den dritten Rang. Allerdings müssen alle vier Unternehmen einen Verlust an Prozentpunkten hinnehmen.

An Beliebtheit gewonnen haben dagegen Forschungsunternehmen: Im Ranking der attraktivsten Arbeitgeber der Naturwissenschaftler klettert die Fraunhofer-Gesellschaft in diesem Jahr vier Plätze nach oben an die Spitze, gefolgt von der Max-Planck-Gesellschaft, die fünf Plätze aufsteigt. Auf Platz 3 folgt Roche.

Arbeitsplatz der Zukunft bietet Chance, sich im Wettbewerb abzuheben

Fachübergreifend hat sich die Anzahl der Arbeitgeber, die Young Professionals für einen späteren Job in Betracht ziehen, in den vergangenen fünf Jahren deutlich erhöht. Mit einer Steigerung um durchschnittlich zehn Unternehmen trifft das vor allem für die Fachbereiche Business und IT/Informatik zu. Arbeitgeber konkurrieren damit stärker um die Talente.

"Vor diesem Hintergrund ist es unter anderem interessant, was junge Berufstätige mit dem 'Arbeitsplatz der Zukunft' verbinden", sagt Smetana.

Die Untersuchung zeigt: An erster Stelle stehen fachübergreifend Flexibilität, Home Office, Innovation, Work-Life-Balance und Flexible Arbeitszeiten. "Interessant ist, dass junge Berufstätige auf genau diese Eigenschaften Wert legen, wenn es darum geht, was Unternehmen attraktiv macht", so Smetana.

Flexible Arbeitsbedingungen und Work-Life-Balance gewinnen an Bedeutung

Ein attraktives Grundgehalt ist nach wie vor die wichtigste Eigenschaft, die Unternehmen in der Gunst der Young Professionals mit einem Studienabschluss in Wirtschaftswissenschaften, Ingenieurwesen, IT/Informatik oder Naturwissenschaften steigen lässt.

Flexible Arbeitsbedingungen sind für Wirtschaftswissenschaftler und Ingenieure im Vergleich zum vergangenen Jahr deutlich wichtiger geworden und liegen auf Platz 2 im Ranking der attraktivsten Arbeitgebereigenschaften. Auch Work-Life-Balance ist für Young Professionals dieser vier Fachbereiche von Bedeutung: Für junge Wirtschafts- und Naturwissenschaftler gehört sie zu den Top 3 der attraktivsten Arbeitgebereigenschaften, für junge Ingenieure und Informatiker zu den Top 5.

Für die beiden zuletzt Genannten spielt auch Innovation im Vergleich zum Vorjahr eine größere Rolle. Während Innovation bei Young Professionals aus der IT/Informatik von Rang 10 auf 5 kletterte, stieg sie bei den Ingenieuren von Rang 9 auf Rang 7.


Autor: Maximilian Flaig

ist seit 2018 W&V-Redakteur und verbringt in dieser Funktion die meiste Zeit des Tages im Agenturressort. Dort versorgt ihn die kreativste Branche der Welt zuverlässig mit guten Geschichten - oder mit Zahlen für diverse Rankings. Sport- und Online-Marketing interessieren den gebürtigen Kölner besonders. 

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