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Geschäftszahlen
Xing plant neue Angebote für Premium-Mitglieder

Der Trend zeichnet sich schon länger ab: Nicht nur die zahlenden Mitglieder sorgen für klingelnde Kassen, sondern Unternehmen, die sich bei der Kandidatensuche helfen lassen. Das offenbart die Bilanz 2019.

Text: W&V Redaktion

25. Februar 2020

Thomas Vollmoeller, noch bis Mai CEO von New Work.
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Das Karrierenetzwerk Xing ist im vergangenen Jahr dank des gut laufenden Firmenkundengeschäfts weiter gewachsen. 2019 legte der Umsatz des SDax-Unternehmens laut vorläufigen Zahlen gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent auf 269,5 Millionen Euro zu, wie die Burda-Tochter New Work, Betreiberin des Netzwerks Xing, in Hamburg mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte um 14 Prozent auf 85,6 Millionen Euro.

Inzwischen sind 17,6 Millionen Menschen bei Xing angemeldet. Jeder Zweite, der nach einem neuen Job sucht, schaut bei Kununu vorbei und informiert sich über die Bewertung der potenziellen Arbeitgeber.

Verantwortlich für die positiven Nachrichten ist der Zuwachs an Kunden, die sich für die Bezahlangebote von Xing entschieden haben. Für sie tut Xing einiges, damit sie noch länger auf der Plattform bleiben. Premiumkunden bekommen künftig mehr Analysemöglichkeiten, um ihr Profil zu optimieren und ihre Stärken hervorzuheben. Außerdem erhalten sie exklusive News-Inhalte, etwa vom Harvard Business Manager, und einen kostenlosen Zugang zu E-Learning-Angeboten.

Neu hinzugekommen sind im Geschäftsjahr 2019  rund 1,9 Millionen Mitglieder. Damit knackte Xing im vergangenen Jahr die 17 Millionen-Mitglieder-Marke. Aktuell sind es rund 17,6 Millionen. Auch die Unternehmenstochter Kununu, auf Arbeitgeberbewertungen spezialisiert, kann Positives vermelden.  So stieg die Anzahl der sogenannten "Workplace Insights" (bestehend aus Unternehmensbewertungen sowie Kultur- und Gehaltsdaten) im abgelaufenen Geschäftsjahr um mehr als eine Million auf über 3,5 Millionen. Kununu.com verzeichnet derzeit im Schnitt mehr als drei Millionen Besucher pro Monat, das entspricht nahezu der Hälfte aller Jobsuchenden in Deutschland.

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Xing wächst am stärksten beim E-Recruiting

Noch wichtiger war jedoch der B2B-Bereich für das Geschäftsergebnis. Hier realisierte New Work ein Wachstum von 29 Prozent auf 140,4 Millionen Euro (inklusive Honeypot, einer 2019 übernommene IT-Jobplattform). Der Umsatz im Segment B2B-Marketing-Solutions und Events legte um 20 Prozent auf 26,1 Millionen Euro zu. In beiden Geschäftsfeldern haben die Unternehmenstöchter einige neue Lösungen auf den Markt gebracht. So stehen Firmenkunden seit vergangenem Jahr völlig neue Employer-Branding-Produkte zur Verfügung, die auf den Kulturanalysen von Kununu basieren und jedem Unternehmen die Möglichkeit gibt, die Talente zu finden, die zum eigenen Unternehmen passen.

Ausgemustert hat Xing dagegen die klassische Displaywerbung und setzt nun voll auf Native Advertising. Das soll Marken helfen, sich authentischer zu präsentieren. Gleichzeitig sieht Xing darin eine Verbesserung der User Experience, wenn die nervige Bannerwerbung verschwindet.

Thomas Vollmoeller: "Die Stimmung in der Wirtschaft war im vergangenen Jahr spürbar von Unsicherheit geprägt. In diesem herausfordernden Umfeld konnten wir in allen Geschäftsfeldern zulegen und den Gesamtumsatz erneut zweistellig steigern. Wir sind mit unseren Marken hervorragend positioniert und profitieren weiterhin vom Megatrend ‚Paradigmenwechsel in der Arbeitswelt‘. Denn wir helfen dem Einzelnen, ein glücklicheres Arbeitsleben zu führen und unterstützen gleichzeitig Unternehmen bei der Suche nach den passenden Talenten. Unsere Ampeln stehen daher auf Grün und wir sind auf dem besten Weg, unsere Ziele, wie angekündigt, zu erreichen."

Im vergangenen Jahr benannte sich Xing, nicht zuletzt wegen diverser Akquisitionen, in New Work um. Petra von Strombeck wird im Mai 2020 den Vorstandsvorsitz von Thomas Vollmoeller übernehmen. Das Untenrehmen mit Sitz in Hamburg zählt rund 1.600 Mitarbeiter. 


Autor: Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt". 

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