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Jubiläum eines Printproduktes
150 Jahre Postkarte: Revival des Urlaubsgrußes

Mit einem Stück Papier zeigen Menschen ihren Liebsten seit jeher, dass sie an sie denken, gratulieren zu Geburtstagen und schicken Grüße aus aller Welt. Apps machen das heute ganz einfach und verhelfen so der Postkarte zum Comeback.

Text: W&V Redaktion

16. Juli 2019

Postkarte 2.0: Digital gestaltet, analog verschickt
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Vor 150 Jahren revolutionierte die in Österreich eingeführte "Correspondenzkarte" die postalische Kommunikation. Eine günstige Alternative zum Brief, gedacht für knappe Nachrichten – die WhatsApp-Nachricht des 19. Jahrhunderts sozusagen. Für Motive war damals kein Platz. Doch nach und nach änderte sich das.

Den Anfang machten kleine persönlichen Zeichnungen, mit denen die Absender die Karte individualisierten. Mit der Druckentwicklung im 20. Jahrhundert setzten sich Bilder in Form von Lithografien und Fotografien auf der Karte durch. So entstand die moderne Postkarte, wie man sie heute noch kennt.

Individuelle Urlaubsgrüße

Seither verging kaum ein Urlaub, ohne dass Reisende den Daheimgebliebenen Ansichtskarten mit Sehenswürdigkeiten des Ferienortes schickten, versehen mit einer persönlichen Botschaft natürlich. Viele sammelten diese Grüße aus aller Welt – und schmückten ganze Wände damit. Das änderte sich mit der Digitalisierung. Eine Zeitlang fristete die Postkarte ein recht stiefmütterliches Dasein. Viele Menschen schickten ihre Urlaubsgrüße per E-Mail, WhatsApp oder posteten Bilder auf Facebook & Co.

Umfrageergebnis: Postkartenversand in Zahlen

Trotz dieser Entwicklung gab es immer Menschen, die fleißig ihre Botschaften per guter alter Postkarte verschickten. Und seit ein paar Jahren erlebt die Postkarte ein wahres Revival. In einer repräsentativen Umfrage der Postkarten-App MyPostcard geben über die Hälfte der Befragten an, regelmäßig Postkarten zu verschicken.

Emotionale Bilderbotschaft

Das funktioniert heute aber auch anders: Per App werden Motive ausgesucht, mit eigenen Bildern versehen, den eingetippten Text wandelt die Anwendung gleich in Handschrift um. So können ganz schnell individuelle Grußbotschaften verschickt werden. Ohne lange nach geeigneten Karten suchen zu müssen oder sich Gedanken um das Porto zu machen. Das ist fast immer gleich, da die Karten meist an einem zentralen Ort ausgedruckt und von dort verschickt werden.

Neben Urlaubsgrüßen, die 38 Prozent der Deutschen laut Umfrage an die Daheimgebliebenen in Form von handgeschriebenen Postkarten oder mit Hilfe von Postkarten-Apps schreiben, lassen auch Geburtstage und Weihnachten viele Menschen zum Stift oder zur App greifen. Über eine Postkarte im Briefkasten freuen sich 86 Prozent der Deutschen, egal ob sie selbst auch regelmäßig Karten senden oder nicht.

Die Postkarte vermittelt Emotionen, wie es eine Messenger-Nachricht nicht kann. Postkarten sind etwas Besonderes, jeder Empfänger nimmt für den Schreiber einen exklusiven Stellenwert ein. Die Postkarte geht also nur an einen ausgewählten Familien- oder Freundeskreis und ist damit ein "emotionales Luxusgut".

Correspondenzkarte: Am 1. Oktober 1869 in Österreich-Ungarn eingeführt.

Die Umfrage

Die verwendeten Daten beruhen auf einer repräsentativen Online-Umfrage von YouGov Deutschland, durchgeführt im Auftrag von MyPostcard. An der Umfrage vom Juni 2019 nahmen insgesamt 2064 Personen teil. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

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