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Marktforschung
Adidas muss sich keine großen Sorgen machen

Repräsentative Umfrage für W&V zeigt: Der Ruf des Sportartikelriesen hat gelitten, auf künftige Kaufentscheidungen der Menschen hat das Theater um Mietzahlungen aber keine wesentlichen Auswirkungen.

Text: W&V Redaktion

2. April 2020

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Es gilt schon jetzt als eines der größten PR-Debakel des Jahres: Adidas gab bekannt, in der Corona-Krise keine Miete für seine nicht geöffneten Läden mehr zu bezahlen. Was folgte war ein Shitstorm, der sich gewaschen hatte. Auch die Politik fühlte sich zu Stellungnahmen aufgerufen. Adidas ruderte zurück, veröffentlichte Entschuldigungsanzeigen, will die Mieten jetzt doch ganz normal zahlen.

Welche Auswirkungen hat das Theater um die Mieten auf die Marke? Welche Konsequenzen wollen die Verbraucher ziehen? Antworten auf diese und weitere Fragen hat die Meinungsforschungsplattform Appinio exklusiv im Auftrag von W&V ermittelt. Zentrale Erkenntnis der repräsentativen bundesweiten Umfrage: Allzu große Sorgen muss sich Adidas wohl zumindest in dieser Sache nicht machen.

Das liegt allerdings nicht daran, dass die Menschen den eher unglücklichen Plan von Adidas nicht mitbekommen hätten. 62 Prozent der Befragten gaben, im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie negative Nachrichten von Adidas wahrgenommen zu haben. Immerhin 90 Prozent wussten von der Ankündigung, keine Mieten zahlen zu wollen. Mehr als zwei Drittel der Befragten sehen das durchaus kritisch und glauben, dass gerade große Unternehmen sich jetzt solidarisch zeigen müssten. Lediglich acht Prozent finden die Entscheidung in Ordnung. 

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Wesentlich besser sieht es für Adidas aus, was die nachträgliche Kurskorrektur betrifft. Immerhin 39 Prozent denken, dass der Sportartikel-Gigant durch das Umschwenken den langfristigen Schaden für die Marke verhindern kann. 26 Prozent glauben, dass dem nicht so ist. 35 Prozent sind hier unsicher.

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Das Ergebnis bei der am Ende doch entscheidenden Frage könnte jedoch für Entspannung bei den Adidas-Verantwortlichen sorgen. Satte 74 Prozent beantworten die Frage, ob sie auch in Zukunft Produkte mit den drei Streifen kaufen werden ganz eindeutig mit Ja. Lediglich acht Prozent können sich das nicht mehr vorstellen. 

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Die Marktforschungsplattform Appinio will es Unternehmen ermöglichen, weltweit tausende Meinungen spezifischer Zielgruppen in kurzer Zeit zu erhalten. Als schnelle Lösung für Marktforschung liefert Appinio Feedback aus über 50 Märkten. Zu den Kunden von Appinio zählen u.a. Telekom, Delivery Hero und Jung von Matt.


Autor: Holger Schellkopf

Chefredakteur. Mitglied der W&V-Geschäftsleitung. Sozialisiert mit Print, konvertiert zu digital. Findet beides prima. Feste Überzeugung von @hschellk : Digital Journalism rocks! Versucht ansonsten, sich so oft wie möglich auf das Rennrad zu schwingen oder in die Laufschuhe zu steigen.  

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