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Markenkooperation
Adidas und Allbirds entwickeln grünen Sneaker

Ein Schuh für den nachhaltigen Konsumenten. Die beiden Sportschuhhersteller tun sich zusammen, um die eigenen Klimaziele besser umsetzen zu können. Hinter dem Schritt steckt Kalkül.

Text: W&V Redaktion

29. Mai 2020

Allbirds (Bild) macht gemeinsame Sache mit dem viel größeren Konkurrenten Adidas.
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Ein grüner Sneaker? Einer, der keinen Fußabdruck hinterlässt? Jedenfalls keinen CO2-Fußabdruck. Zu diesem Zweck haben sich jetzt die Konkurrenten Adidas und Allbirds zusammengeschlossen, wie sie am Donnerstag mitteilten. Der Newcomer Allbirds, eine Direktvertriebsmarke, hat Adidas und auch Nike in den vergangenen sechs Jahren ordentlich Marktanteile abgejagt. Inzwischen ist sie 1,4 Mrd. US-Dollar wert.

Zu viele Schuhe für zu viele Menschen

Der Schuh soll die Umweltziele erfüllen, zu der sich sowohl Adidas wie auch Allbirds intern verpflichtet haben - in der Herstellung, bei Materialien und in der Lieferkette. Jährlich, so die beiden Unternehmen, produziere die Schuhindustrie 700 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Da wolle man vorausgehen und sogar mit der Konkurrez kooperieren. Pro Schuh sollen gerade einmal zwei Kilogramm CO2 anfallen statt der üblichen zwölf.

Die Unternehmen der Schuhindustrie stellen im Jahr 24 Milliarden Paar Schuhe her. Dafür brauchen sie Öl, Leder und Baumwolle, die dann in einer komplizierten Lieferkette rund um die Welt verschickt werden. Treibhausgase, die den Klimawandel beschleunigen, entstehen bei jedem Produktionsschritt.

Auf LinkedIn schrieb Julie Channing, Vice President Marketing von Allbirds: "Wir freuen uns sehr darüber, dass wir die traditionellen Regeln brechen und gemeinsam mit Adidas Nachhaltigkeit neu definieren." Der Schuh soll sowohl das Allbirds- wie auch das Adidas-Logo tragen, aber wie er am Ende aussehen wird, ist noch nicht klar. In einem Jahr soll er fertig sein

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Vorbild für andere

Beide Marken hoffen auch, dass andere Unternehmen auf den Zug aufspringen werden. Schon jetzt legt Allbirds zum Beispiel offen, wie sie ihre Sohlen nachhaltig produzieren. "Wenn wir das mit allen teilen, ist das fantastisch für den Planeten", sagte Allbirds-Mitgründer Joey Zwillinger im November dazu in einem Interview mit CNN. Aber es sei auch gut für das Geschäft. Zumal in Corona-Zeiten, da die Umsätze der Schuhindustrie generell zurückgehen.

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Autor: Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er liebt alles, was Struktur hat in der Agenturwelt und Werbern unter den Nägeln brennt. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LGBTI*-Rechte, insbesondere in der Ukraine.

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