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Einzelhandel
Aldi experimentiert mit Kochboxen

Der Discounter testet den Service mit den abgemessenen Zutatensammlungen  vorerst vier Monate lang. Die Gerichte kosten in den Filialen zur Einführung 3,33 Euro, später wird der Preis auf 4,49 Euro erhöht.

Text: W&V Redaktion

19. Februar 2020

Das grüne Thai-Curry gehört zu den ersten Test-Gerichten.
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Die Anbieter von Kochboxen, etwa Hello Fresh oder Marley Spoon, müssen sich auf einen neuen Mitbewerber einstellen: Der Discounter Aldi Süd startet den Service mit den Zutatensammlungen in der Aktionswoche vom 24. bis 28. Februar. Bei Aldi Nord werden die Boxen vorläufig nicht im Sortiment sein.

Die Rezepte und Mengen in der Kochbox sind jeweils für zwei Personen ausgelegt; die Anleitung zur Zubereitung ist auf den Boxen abgedruckt. Wem dies nicht ausreicht, der kann eine Video-Kochanleitung via QR-Code auf der Verpackung abrufen. Scannt der Kunde den Code, kann er sich online ein Video der Zubereitung des Rezepts ansehen.

"Mit den Kochboxen wollen wir unseren Kunden die Möglichkeit geben, sich einfach ausgewogen zu ernähren und frisch zu kochen. Vielleicht schaffen wir es, mit den Boxen auch weniger ambitionierte Hobbyköche zu überzeugen", sagt Christoph Wenig, Corporate Buying Director bei Aldi Süd. Die Kochboxen werden zunächst vier Monate lang in allen Filialen im Rahmen eines Tests verkauft.

In den Kochboxen: Curry, Lasagne, Suppe

Zum Auftakt werden drei Gerichte angeboten: grünes Curry mit Kokosmilch, eine Tomaten-Paprikasuppe sowie Lasagne. Danach wechseln die Gerichte monatlich. Zu finden sind die Boxen in den Filialen im Obst- & Gemüse-Regal. Ausnahmen bilden gekühlte Produkte wie Fleisch oder Milch. Zur Einführung kostet eine Box 3,33 Euro, danach 4,49 Euro. 

Aldi ist nicht der erste Discounter, der mit Kochboxen experimentiert: Wettbewerber Lidl hatte 2015 den Anbieter Kochzauber übernommen, stellte den Service mit den Boxen aber im März 2019 wieder ein – der Markt hatte sich nicht "dynamisch genug" entwickelt, so die Begründung.


Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde

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