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Zentralisierung
Aldi schafft einheitliche Eigenmarken von Nord bis Süd

Rund 100 Waren bekommen ein neues Produkt- und Verpackungsdesign, weil die Discounter Aldi Nord und Süd ihre Eigenmarken unter ein gemeinsames Dach bündeln. Die Umstellung soll bis Jahresende erfolgen.

Text: W&V Redaktion

12. März 2020

Ein Beispiel für ein Produkt nach der "Fusion".
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Noch ist nicht die Rede von einer Wiedervereinigung, aber es fühlt sich schon ein bisschen danach an. Jahrzehntelang wurden die beiden Discounter-Konzerne Aldi Süd und Nord getrennt voneinander geführt, jetzt erfolgt die schrittweise Annäherung - wie etwa bei gemeinsamen Kampagnen (hier und hier). 

Und ganz aktuell beim Eigenmarken-Sortiment: Nach dem Motto "Alles bleibt besser" übernimmt Aldi Nord dabei teilweise Eigenmarken von Aldi Süd und umgekehrt. Die Umstellung betrifft in erster Linie Markennamen und Verpackungsdesign.

Aber die beiden Discounter nehmen jedes Produkt unter die Lupe und überlegen, welche Eigenschaften übernommen werden oder wo Verbesserungen erfolgen können. Je nach Warengruppe hat dies unterschiedliche Auswirkungen.

"Bei einigen Produkten kann es sein, dass lediglich die Verpackung neu gestaltet wird. Andere Segmente gestalten wir komplett um – neuer Markenauftritt, neue Sorten und teilweise eine optimierte Rezeptur", sagt Simon Gelzer, Managing Director Corporate Buying bei Aldi Süd. Aldi Nord und Aldi Süd haben nach wie vor eigene Artikel in ihrem Sortiment, darunter viele regionale Produkte.

"Mit der Harmonisierung unserer Eigenmarken stellen wir sicher, dass wir unseren Kunden heute und in Zukunft Qualität zum besten Preis anbieten können", sagt Tobias Heinbockel, Managing Director Category Management bei Aldi Nord.

Kostenvorteile für die Kunden

Drei Vorteile will der Discounter so realisieren: Effizientere Prozesse, gemeinsame Verpackungen und Marketingmaßnahmen, die dann zu günstigeren Preisen führen. "Es ist Tradition, dass Aldi Einsparungen − wo immer möglich − an Kunden weitergibt. Dem bleiben wir treu", sagt Gelzer.

Bereits Ende 2020 soll der Großteil der Eigenmarken im Standardsortiment und bei den Aktionsartikeln identisch sein. "Wir wollen unseren Kunden das geben, was sie sich wünschen – einen einfachen Einkauf und ein Sortiment, das sie begeistert. Mit einem einheitlicheren Angebot können wir ihnen genau das bieten, unabhängig davon, ob sie bei Aldi Nord oder Aldi Süd einkaufen", so Heinbockel.

"Die Eigenmarken gehören zur DNA von Aldi. 90 Prozent unseres Sortiments besteht aus Marken, die es exklusiv nur bei Aldi gibt. Zukünftig finden unsere Kunden überall die gleichen Aldi-Marken – egal, ob in Hamburg oder in München, in Berlin oder in Köln", erklärt Gelzer.

Die Restbestände der bisherigen Marken werden abverkauft. Begleitend werden die neuen Eigenmarken deutschlandweit schrittweise eingeführt.

Eine Auswahl:

Aldi


Autor: Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt". 

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