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Nachhaltigkeit
Aldi serviert Dessert mit essbarem Löffel

Um Plastikmüll zu reduzieren, greift Aldi auf die Idee des Startups Spoontainable zurück und legt den "Made with Luve"-Desserts einen essbaren Löffel bei. Die Produkte stehen sowohl bei Aldi Süd als auch bei Aldi Nord in den Regalen.

Text: W&V Redaktion

19. Oktober 2020

Auch der Löffel von Spoontainable schmeckt nach Schokolade.
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Schokoladenfreunde können sich bald doppelt freuen - auf das vegane Schokoladendessert der Marke "Made with Luve" und auf den essbaren Löffel, der zum sofortigen Genuss beiliegt. Denn auch er schmeckt nach Schokolade.

Spoonie heißt das innovative Produkt des Heidelberger Startups Spoontainable, das sich erfolgreich im ALDI Accelerator Programms behauptet hat. Jetzt bringen Aldi Nord und Süd erstmals die essbaren Löffel als Aktionsware in ihre Filialen. 

Die Form des essbaren Löffelersatzes erinnert an einen Eisspatel. Zwei verschiedene Sorten des Spoonies sind bisher entwickelt: Eine Variante aus Haferhülsen und eine "Choc"-Variante, die aus Fasern der Kakaoschale besteht. Letztere begleitet das "Made with Luve"-Dessert von Aldi. "Der Spoonie besteht aus geretteten Lebensmitteln. Dabei handelt es sich um Nebenprodukte, die beispielweise bei der Schokoladenproduktion entstehen", erklärt Amelie Vermeer, Gründerin von Spoontainable. Der Löffel wird auf rein pflanzlicher Basis und zu 100 Prozent klimaneutral in Deutschland hergestellt. Darüber hinaus ist der Spoonie nach dem EU-Gütesiegel Green Brand zertifiziert.

Ab dem 30. Oktober können Aldi-Kunden beim Spoonie Choc zugreifen, der zusammen mit dem veganen Lupinen-Dessert des Herstellers "Made with Luve" in einer exklusiven Kooperation angeboten wird - für 1,29 Euro. Sowohl der Pudding als auch Spoonie sind vegan, gluten- und laktosefrei. "Diese To-Go-Variante haben wir eigens für die Kooperation konzipiert. So reagieren wir flexibel auf ein Startup-Produkt und werden auch weitere Produkte prüfen, mit denen der essbare Spoonie kombiniert werden kann", sagt Nina Kurth, Managerin Corporate Responsibility bei Aldi Süd.

Aldi sucht und fördert schon seit längerem Startups, die innovative und nachhaltige Produkte für den Handel austüfteln. "Im Rahmen unserer Aldi Verpackungsmission sind wir kontinuierlich auf der Suche nach innovativen Produkten und Lösungen, um den Einsatz von Verpackungen und Plastik so gering wie möglich zu halten", sagt Anika Roß, Managerin Corporate Responsibility Quality Assurance International bei Aldi Nord. Aus diesem Grunde haben es etwa auch die Trinkhalme von Wisefood bereits in die Filialen geschafft.

2019 haben die Spoontainable-Gründerinnen Amelie Vermeer und Julia Piechotta  ihre Idee vorgestellt und die Jury begeistert. "Die Idee von Spoontainable, unseren Kunden eine nachhaltige Besteck-Alternative für unterwegs anzubieten, hat uns direkt überzeugt", so Roß. Durch die Teilnahme am Aldi-Förderprogramm konnten die beiden ihr Geschäftsmodell weiterentwickeln und das Produkt letztendlich marktreif machen. "Wir freuen uns sehr, dass wir mit Aldi einen starken Partner gefunden haben, mit dem wir unsere essbaren Löffel einer breiten Zielgruppe anbieten können. Unser Ziel ist es, möglichst viele Menschen vom Spoonie zu begeistern und so einen Beitrag zur Plastikreduktion zu leisten", so Amelie Vermeer.

Bereits im Januar 2019 haben Aldi Nord und Aldi SÜD alle Einweg-Plastikgeschirr-Artikel sowie Plastikstrohhalme aus dem Sortiment genommen. Da wo Einwegartikel unverzichtbar sind, ist Aldi auf der Suche nach nachhaltigen Alternativen. Außerdem wollen die Discounter den Materialeinsatz bei Eigenmarken-Verpackungen bis 2025 um 30 Prozent reduzieren.


Autor: Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt". 

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