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Menschenrechte
Aldi setzt sich für faire Löhne ein

Vor allem Discounter geraten immer wieder in die Kritik für niedrige Lebensmittelpreise. Im Zuge der Grünen Woche sprechen sich jetzt Aldi und andere Händler für Menschenrechte in globalen Lieferketten aus.

Text: Anonymous User

17. Januar 2020

Deutsche Lebensmittelhändler wollen sich dafür einsetzen, dass Bauern existenzsichernde Löhne erhalten.
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Menschenrechte sichern, Armut reduzieren: Deutsche Lebensmittelhändler wollen sich dafür einsetzen, dass Bauern in weltweiten Lieferketten existenzsichernde Löhne erhalten. Dazu unterzeichnen ALDI Nord und ALDI SÜD gemeinsam mit anderen Händlern im Beisein von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller auf der Agrarmesse "Grüne Woche" in Berlin eine Absichtserklärung. Der Zusammenschluss der Einzelhändler will bis zum Jahr 2030 höhere Löhne entlang der eigenen globalen Agrarlieferketten realisieren. Um den komplexen Herausforderungen in diesem Feld zu begegnen, verpflichten sich die Unterzeichner dazu, in einem ersten Schritt die Rückverfolgbarkeit und Transparenz in den landwirtschaftlichen Lieferketten.

Gemeinsame Verantwortung für Menschenrechte

"Wir wollen Menschenrechte sichern und Armut reduzieren. Angefangen bei der Rohstoffproduktion gilt dies entlang der gesamten globalen Lieferketten für die Food-Produkte unserer Eigenmarken", sagt Anke Ehlers, Geschäftsführerin Corporate Responsibility International der ALDI SOUTH Group. Die unterzeichnenden Unternehmen betonen ihre gemeinsame Verantwortung, Menschenrechte zu achten und negative Auswirkungen entlang der gesamten Lieferkette zu vermeiden. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) begleiten diese Initiative. Die GIZ koordiniert die Arbeitsgruppe des deutschen Einzelhandels zu existenzsichernden Einkommen und Löhnen, in der die freiwillige Selbstverpflichtung erarbeitet wurde.

"100 Prozent fairer Supermarkt"

Eine Rückverfolgung solle von der Plantage bis zum Lieferanten möglich werden. Auch wollen die Unternehmen in den Blick nehmen, ob die Menschenrechte bei der Herstellung ihrer Produkte eingehalten werden. "Es ist gut, dass im Lebensmittelhandel Bewegung ist", sagt Bundesentwicklungsminister Gerd Mülle. Das zeige auch, dass der Druck der Konsumenten wirke. Immer mehr Verbraucher wollten wissen, wie ihre Lebensmittel produziert werden. "Die sieben Vorreiter-Unternehmen erkennen erstmals an, dass niedrige Einkommen eine große Herausforderung und existenzsichernde Löhne dringlich denn je sind." Existenzsichernde Einkommen müssten zum Standard werden: "Das Ziel ist klar: 100 Prozent fairer Supermarkt." (dpa/ak)


Autor: W&V Redaktion

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