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Studie
Alle lieben Ikea, Manufactum und Amazon

Die Verbraucher:innen schätzen die Händlermarken für ihre Einzigartigkeit und kaufen entsprechend gern dort ein. Das zeigt eine Studie der Unternehmensberatung Batten & Company und YouGov.

Text: W&V Redaktion

13. November 2020

Deutschlands liebste Händlermarken heißen Ikea (Bild), Manufactum und Amazon.
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Ikea, Manufactum und Amazon sind die Gewinner der Uniqueness-Studie von Batten & Company und YouGov. Auf den Plätzen vier und fünf folgen die Drogeriemarke dm sowie der Lebensmittelhändler Edeka. Ihnen bescheinigen die Verbraucherinnen und Verbraucher Einzigartigkeit.

Batten & Company und YouGov haben untersucht, als wie besonders die Menschen in Deutschland 92 große Händlermarken wahrnehmen. Das Ergebnis fällt ziemlich klar aus: Insgesamt halten die meisten Verbraucher:innen den ganzen Rest für austauschbar. Demnach schaffen es nur 22 Prozent überhaupt, als einzigartig wahrgenommen zu werden. Dabei kaufen die Leute am liebsten bei solchen Handelsunternehmen ein.

Viel Geld für nichts

Ebenfalls sehr gut schneiden übrigens die Supermarktketten Aldi Süd, Lidl, Rewe, Aldi Nord sowie das Online-Portal E-Bay ab. Im Mittelfeld rangieren Douglas, Bauhaus, Westwing, der Biosupermarkt Basic, Media Markt, der Gartenhändler Dehner, die Baumarktkette Obi und Otto.de. Bittere Erkenntnis: Einige dieser Marken investieren viel Geld in ihre Markenpräsenz, schaffen es aber trotz hoher Bekanntheit nicht, ein Markenerlebnis zu schaffen. Die Schlusslichter bilden Euronics, Baur, der Modehändler Schwab und moebel24.de.

"Gerade im Einzelhandel lag der kommunikative Fokus in den vergangenen Jahren oft einseitig auf dem Thema Preis bzw. Preis-Leistung und dabei hat das differenzierte Branding vielleicht nicht immer den Stellenwert gehabt, den es für ein langfristig erfolgreiches Retail-Format braucht", sagt Christian von Thaden, Managing Partner und CEO von Batten & Company.

Branding sollte wichtiger sein als der Preis

Für die Zukunft brauche es ein Umdenken, sagt von Thaden weiter. "Der Preis allein reicht zur Profilierung einer Retail-Marke nicht aus, ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis ist heute im Einzelhandel eher ein Hygiene- als ein Differenzierungsfaktor."

Eine Zusammenfassung der Studie steht zum Download hier bereit.


Autor: Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er interessiert sich für alles, was Werber:innen unter den Nägeln brennt, in Beratung, Strategie und Kreation. Besonders innovative Agenturmodelle haben es ihm angetan. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LGBTI*-Rechte, insbesondere in der Ukraine. Vielleicht ist er deshalb auch Diversity-Beauftragter der SWMH geworden, der die W&V angehört.

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