Anzeige

Gendersternchen
Almdudler bringt limitierte Diversity-Edition

In den nächsten Wochen ruft es: Almdudler*in. Das österreichische Familienunternehmen verkauft auch in Deutschland seine limitierte Diversity-Linie, die ein sensibles Thema aufgreift: inklusive Sprache.

Text: W&V Redaktion

20. November 2020

Die Almdudler*in kommt. Nur für kurze Zeit.
Anzeige

Seit 1989 dudelt sich Almdudler in die Herzen auch der deutschen Verbraucher:innen. Seit jeher zeigt das österreichische Familienunternehmen Haltung - da sind sie ein bisschen das Fritz-Kola aus Austria. Und so legt der Limonadenhersteller neuerdings Wert auf inklusive Sprache und benennt kurzerhand sein Produkt um.

Die Almdudler*in Diversity Edition ist ab sofort auch in Deutschland erhältlich. Der Schriftzug "Almdudler*in" ziert eine limitierte Auflage von rund 200.000 Stück der 0,35-Liter-Almdudlerglasmehrwegflasche.

Eine Limo für alle

"Mit der Verwendung des Gendersternchens und der Endung '-in' machen wir auf geschlechtergerechte Schreibweise aufmerksam, die neben männlichen und weiblichen auch weitere Geschlechtsidentitäten typografisch sichtbar macht und einbezieht", sagt Almdudlers Geschäftsführer Gerhard Schilling. "Nicht-binäre Menschen, die zwischen männlich und weiblich oder auch ganz anders sind, werden oft in der Gesellschaft und speziell durch Einsatz von Sprache bewusst oder unbewusst unsichtbar gemacht. Wir sind der Ansicht, dass alle Menschen gesehen und respektiert werden müssen, denn es gibt schließlich viele verschiedene Lebensrealitäten, Situationen und Erfahrungen in unserer Gesellschaft. Das Leben wäre ja sonst farblos und langweilig." Das Gender-Sternchen bezieht freilich auch alle trans*, inter* und queeren Menschen ein.

Almdudler gibt es seit 1957 und das Unternehmen positioniert sich gerne "mitten im Leben", wie es in der Selbstdarstellung heißt. Die Marke ist Kult: So ist die Glasflasche seit über 60 Jahren unverändert geblieben und genauso unverkennbar wie ihr Inhalt. Die Schriftzüge werden im Siebdruck-Verfahren direkt auf die Flasche gedruckt und bleiben so bis zu 30 Jahre im Umlauf.

Die Diversity-Initiative dürfte der Marke viel Aufmerksamkeit bringen. Die Diskussion um gendergerechte Sprache wird in Deutschland und anderswo zum Teil erbittert geführt. Meist stehen sich Befürworter- und Gegner:innen unversöhnlich gegenüber. In der eigenen Zielgruppe aber dürfte Almudler mit dieser Haltung überzeugen.


Autor: Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er interessiert sich für alles, was Werber:innen unter den Nägeln brennt, in Beratung, Strategie und Kreation. Besonders innovative Agenturmodelle haben es ihm angetan. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LGBTI*-Rechte, insbesondere in der Ukraine. Vielleicht ist er deshalb auch Diversity-Beauftragter der SWMH geworden, der die W&V angehört.

Anzeige