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Großbritannien
Amazon präsentiert ersten Supermarkt ohne Kasse

In London hat der Online-Händler einen Lebensmittelladen eröffnet, in dem die Kund:innen nicht an einer Kasse bezahlen müssen. Die Rechnung wird per App abgebucht. Amazon will damit in Europa rasch expandieren.

Text: W&V Redaktion

5. März 2021

Amazon Fresh in London: Shop, walk out, don't pay
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Ein Traum wird wahr: Nie mehr in der Schlange vor der Kasse stehen. Einfach in den Laden reinmarschieren, einpacken und wieder raus. Amazon macht's möglich. Der Online-Händler hat jetzt in London seinen ersten kassenlosen Supermarkt außerhalb der Staaten eröffnet. Das berichtet The Guardian.

Das Konzept für Amazon Fresh ähnelt den Amazon-Go-Läden in den USA. Die Kundschaft nimmt sich die Artikel aus dem Regal. Kameras und Waagen in den Regalböden bemerken, wer wieviel welcher Waren entnommen hat. Der Preis wird nach Verlassen des Ladens per App abgebucht. Dafür müssen sich die Kund:innen allerdings bei Amazon anmelden.

Expansionspläne

Obwohl es keine Kassierer:innen gibt, sind in London etwa 30 Mitarbeitende bei Amazon Fresh beschäftigt, um Fragen der Leute zu beantworten und Regale mit den 10.000 Produkten aufzufüllen, die Amazon vorrätig hat. Das Unternehmen führt in UK sogar eine eigene Handelsmarke, "By Amazon".

"Wir wissen, dass Kunden in Großbritannien bequem einkaufen möchten, und wir glauben, dass sie es zu schätzen wissen, mit den benötigten Einkäufen einfach ein- und ausgehen zu können", zitiert der Spiegel Matt Birch, UK-Chef von Amazon Fresh.

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In den Staaaten betreibt der Konzern inzwischen 28 Läden in den Städten Seattle, Chicago, San Francisco und New York. Amazon bietet die Technologie seit vergangenem Jahr auch anderen Händler:innen an.

Das Unternehmen will Analyst:innen zufolge auch in Großbritannien bald auf bis zu 30 Shops expandieren. Amazon engagiert sich seit 2016 im britischen Markt. Der Online-Händler führt mit der übernommenen Biokette Whole Foods bereits mehrere Filialen in London und liefert Waren unter der Marke Amazon Fresh aus. Mit den gleichnamigen Supermärkten ist nun ein neuer Vertriebszweig entstanden.


Autor: Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er interessiert sich für alles, was Werber:innen unter den Nägeln brennt, in Beratung, Strategie und Kreation. Besonders innovative Agenturmodelle haben es ihm angetan. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LGBTI*-Rechte, insbesondere in der Ukraine. Vielleicht ist er deshalb auch Diversity-Beauftragter der SWMH geworden, der die W&V angehört.

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