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Verschwörungstheoretiker
Amazon und Lieferando verbannen Attila Hildmann

Genug der abstrusen Verschwörungstheorien: Jetzt haben auch Amazon und Lieferando alle Produkte des per Haftbefehl gesuchten Vegan-Kochs Attila Hildmann aus ihrem jeweiligen Sortiment entfernt.

Text: W&V Redaktion

30. April 2021

Die Produkte von Vegan-Koch und Krawallmacher Attila Hildmann sind bei Amazon und Lieferando nicht mehr auffindbar.
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Für den Corona-Leugner und Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann dürfte es wirtschaftlich nun wirklich eng werden: Wie der Spiegel berichtet, haben mit Amazon und Lieferando nun auch seine letzten deutschen Vertragspartner Hildmanns Produkte aus ihrem jeweiligen Sortiment gestrichen. Laut dem Hamburger Nachrichtenmagazin haben der Online-Riese und der Essenslieferdienst offenbar genug von den Exzessen Hildmanns, der sich seit seinem Abtauchen in die Türkei noch stärker radikalisiert haben soll.

Während andere Einzelhändler wie Kaufland und Vitalia schon viel früher Konsequenzen gezogen und Hildmanns Produkte ausgelistet haben, hatte der umstrittene Koch über Amazon bis zuletzt noch seine veganen Kochbücher sowie Lebensmittel wie Bio-Matcha-Tee vertreiben können. Und das, obwohl Hildmann unter anderem aufgrund seiner antisemitischen Äußerungen und öffentlicher Aufforderung zu Straftaten per Haftbefehl gesucht wird. Der Online-Händler hatte die Listung der Hildmann-Produkte bislang damit begründet, dass die Bücher im Gegensatz zu den sonstigen Äußerungen Hildmanns keine verfassungsfeindlichen Inhalte enthielten oder durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) indiziert seien. Nun aber seien die entsprechenden Produkte laut einem Amazon-Sprecher nicht mehr erhältlich.

Ebenso Ernst gemacht hat Lieferando: Der zum niederländischen Konzern Just Eat Takeaway gehörende Essenlieferdienst hatte wohl schon länger über einen möglichen Rauswurf nachgedacht, seit Kurzem ist die "Vegan Bio Snackbar by Attila Hildmann" in der App nicht mehr auffindbar. "Wir distanzieren uns von jeglichem nicht inklusiven Verhalten", zitiert der Spiegel einen Lieferando-Sprecher. Vielmehr seien Lieferando und Just Eat Takeaway inklusive Unternehmen, die aufgeschlossene Menschen mit unterschiedlichsten kulturellen Hintergründen, religiösen Überzeugungen und weltanschaulichen Vorstellungen aus mehr als hundert Nationen und Regionen beschäftigen würden.

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