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Prognose 2020
Anhaltende Umsatzsteigerung im digitalen Bereich

Die Media- und Online-Agenturen geben sich optimistisch: Laut FOMA-Trendmonitor befindet sich der deutsche Werbemarkt nach wie vor im Wachstum. Dabei profitieren vor allem die Digitalplattformen.

Text: W&V Redaktion

23. Januar 2020

Branchenexperten prognostizieren vor allem großen Digitalplattformen weiteres Wachstum.
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Laut der Expertenprognose "OMG / FOMA Preview 2020" wird die gesamtwirtschaftliche Entwicklung mit einem durchschnittlichen Plus von 0,9 Prozent positiv eingeschätzt. Wobei drei Viertel der Umfrage-Teilnehmer mit einem Zuwachs von über 0,5 Prozent rechnen. Die Befragung wurde durch die Organisation der Mediaagenturen (OMG) erstmals in Kooperation mit dem BVDW-Fachkreis Online-Mediaagenturen (FOMA) umgesetzt und basiert auf 17 Interviews mit Agenturchefs.

Werbemarkt: Wachstum von 0,7 Prozent

Das niedrige Zinsniveau, die hohe Produktivität des Standorts Deutschlands, eine unvermindert starke Kaufkraft oder auch zu erwartende Investitionsprogramme durch die Politik sind laut den Branchenexperten Indikatoren für ein positives Wachstum. Negativ würden sich dagegen drohende Handelskriege, eine Abkühlung der Weltkonjunktur, geopolitische Instabilitäten sowie die Auswirkungen des Klimawandels auswirken. Dementsprechend sind die Befragten auch nicht mehr ganz so positiv gestimmt wie in den Vorjahren: Die Prognose für den deutschen Werbemarkt beläuft sich auf ein Plus von 0,7 Prozent.

Digital gewinnt - Print verliert

Einigkeit herrscht darüber, dass Online-Medien - allen voran die großen Digitalplattformen - weiter wachsen. Google, Facebook und Amazon werden ihre Umsätze auch 2020 im dreistelligen Millionenbereich steigern. Aber auch die übrige Onlinebranche hat nichts zu befürchten: Hier könnten die Werbeumsätze um fünf Prozent steigen. Als weitere Gewinner werden Out-of-Home, Radio und Kino gehandelt. Nicht einfacher werden die Zeiten dagegen für Print sowie dem langjährigen Werbe-Primus TV: Die Agenturen rechnen hier bei den Netto-Werbeeinahmen im Durchschnitt mit einem Minus von 3 Prozent. Entscheidend für TV wird sein, inwiefern es den Vermarktern gelingt, die Rückgänge im linearen Geschäft über das ATV-Geschäft zu kompensieren", sagt OMG-Geschäftsführer Klaus-Peter Schulz.

Newcomer Retail Media nimmt Fahrt auf

Immer mehr im Kommen ist laut des FOMA-Trendmonitors auch Bewegtbild: Die Experten prognostizieren hier einen zweistelligen Zuwachs für Youtube und Facebook Video. Zu den weiteren Hoffnungsträgern der Branche zählt zudem die noch relativ junge Werbedisziplin Retail Media. Hier werden die Umsätze für 2020 bereits auf über eine Milliarde Euro taxiert. Die Nase vorn hat hier ganz klar der E-Commerce-Gigant Amazon - aber auch deutsche Anbieter wie Otto Group Media etablieren sich zunehmend im Markt.

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