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Nach Brexit
App-Bank N26 macht alle britischen Konten dicht

Mitte April ist Schluss: Bis dahin können die Kunden problemlos die Guthaben ihrer Bankkonten in England auf andere Geldinstitute überweisen haben. Dem Wachstum von N26 soll der Schritt keinen Abbruch tun.

Text: W&V Redaktion

12. Februar 2020

Bis 15. April funktionieren die N26-Konten noch.
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Die App-Bank N26 gibt nach dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union den britischen Markt auf. Die Konten der dortigen Nutzer werden zum 15. April auslaufen, wie das Berliner Unternehmen ankündigte. N26 hat eine europäische Vollbanklizenz, die nach dem Brexit in Großbritannien gemäß dem Austrittsvertrag nicht mehr gilt.

Die Firma hätte auch eine Lizenz für Großbritannien beantragen können - dies wäre aber "mit einem erheblichen betrieblichen Aufwand und regulatorischer Komplexität verbunden", erklärte Thomas Grosse, Chief Banking Officer bei N26. "Das Wachstumspotenzial ist dabei bei vergleichbarem Aufwand in anderen, größeren Märkten wie zum Beispiel der EU und den USA, höher."

N26 hat nach eigenen Angaben "mehrere hunderttausend" Kunden in Großbritannien, dem Sender BBC zufolge sind es rund 200.000. N26 fokussiere sich nun auf das Wachstum in 24 weiteren europäischen Ländern und den USA sowie der Vorbereitung des Eintritts neuen Märkten, sagte Grosse. Weltweit zählt N26 nach eigenen Angaben um die 5 Millionen Nutzer, die von Büros in Berlin, Barcelona, Wien, New York sowie São Paolo betreut werden.

Die Kunden in Großbritannien sollen in den kommenden Wochen aufgefordert werden, eventuelles Guthaben auf andere Konten zu überweisen. Will Sorby, General Manager, N26 UK: "Wir möchten uns bei den mehreren Hunderttausend N26 Kunden aus Großbritannien bedanken. Uns ist nun wichtig, dass der Übergang für alle Kunden reibungslos verläuft. Die nächsten Schritte sind sorgfältig vorbereitet." Alle N26-Konten in Großbritannien laufen zum 15. April 2020 aus (mehr Infos hier). Bis zu diesem
Zeitpunkt funktionieren alle Konten regulär, einschließlich der Kartenzahlungen und Lastschriften. Die Mehrheit der Mitarbeiter in Großbritannien solle in neue Rollen innerhalb des Unternehmens wechseln.

am/dpa

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