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Bargeldloses Zahlen
Apple Pay knackt die Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken

Die Sparkassen sowie die Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland bieten künftig die Möglichkeit des bargeldlosen Bezahlens mit Apple Pay an. Das Rennen um Marktanteile beim bargeldlosen Bezahlen ist in vollem Gange.

Text: W&V Redaktion

27. Juni 2019

Bezahl-App für Cupertino-Jünger: Apple Pay
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Lange hatte sich die deutsche Bankenwelt enorm schwer getan mit dem Thema bargeldloses Bezahlen. Jetzt ist eine große Hürde beseitigt worden. Apple-Nutzer, die Kunden einer Sparkasse oder Volks- und Raiffeisenbank sind, werden künftig mit Apple Pay bezahlen können.

Sie haben den Weg freigemacht - frei nach einem Slogan des Bundesverbands der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR). Bislang haben BVR und Sparkassen Apple geschnitten und boten dafür eigene Bezahl-Apps an. Dabei hat Apple Pay schon Fuß gefasst im deutschen Markt. Das Bezahlsystem von Apple funktioniert bislang mit Kredit- oder Debitkarten unter anderem von Deutscher Bank, N26, HypoVereinsbank, Santander, Comdirect und DKB.

Aber nach wie vor agieren die Sparkassen vorsichtig. Apple Pay wird zwar noch in diesem Jahr starten, aber ohne die Unterstützung der populären Girocard (früher als EC-Karte bekannt). Kunden können anfangs nur Kredit- oder Debitkarten hinterlegen. Allerdings soll die Einbindung der Girocard später auch möglich sein. Die zuständige Apple-Managerin Jennifer Bailey sagte gegenüber der dpa, in Deutschland sei Apple Pay für rund 80 Prozent der im Umlauf befindlichen Kredit- und Debitkarten verfügbar.

Ursprünglich hatte der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) von Apple gefordert, die NFC-Schnittstelle des iPhones für Banking-Apps von Dritten freizugeben. Der Konzern müsse den Übertragungsstandard "zu angemessenen Konditionen nicht nur für die eigene Lösung, sondern auch für Dritte öffnen", sagte der DSGV im vergangenen Dezember. Man fordere einen "Zugang für alle Kunden".

Die Sinnesänderung erfolgte im Frühjahr 2019. Die Sparkassen haben den Schritt bereits mit einer Änderung ihrer Allgemeinen Geschäftsbedingungen eingeleitet.

Parallel dazu testen deutsche Banken und Sparkassen derzeit eine Bündelung ihrer Zahlungsangebote, wie das Handelsblatt berichtet. Das Projekt laufe unter dem Namen #DK. Die Abkürzung steht für "Digitale Kreditwirtschaft". Darin geht es sowohl um die Girocard (aka EC-Karte) als auch das glücklose Paydirekt des DSGV sowie Giropay und das Handy-zu-Handy-Bezahlverfahren namens Kwitt. An dem Projekt arbeitet auch McKinsey beratend mit.

Den deutschen Geldhäusern geht es darum, bevorzugter Ansprechpartner für die Kunden zu bleiben. Nicht nur der Zahlungsverkehr ist eine wichtige Geldquelle. Auch weitergehende Produkte wie Kredite und Baufinanzierungen werden in der Regel von dem bevorzugten Finanzpartner gewählt.

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