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Wegen Covid-19-Ausbruch
Arminia Bielefeld zeigt Tönnies die rote Karte

Der Fleischproduzent Tönnies verliert seinen Werbepartner Arminia Bielefeld. Nach Massenerkrankungen an Covid-19 will der Bundesligist nichts mehr mit dem übel beleumundeten Unternehmen zu tun haben.

Text: W&V Redaktion

26. Juni 2020

Arminia Bielfeld verzichtet auf Geld von Tönnies
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Bundesliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld wird die Partnerschaft mit dem Fleischkonzern Tönnies nach dem dortigen großen Corona-Ausbruch beenden. Das bestätigte der Fußball-Club auf Anfrage. "Der Werbevertrag mit dem Unternehmen Tönnies wird zum Ende dieser Spielzeit auslaufen", hatte die Arminia zuvor der "Neuen Westfälischen" erklärt: "Aufgrund der aktuellen Ereignisse wird der DSC Arminia Bielefeld die werbliche Partnerschaft mit dem Unternehmen Tönnies nicht fortsetzen." Für das Werbe-Aus hatten sich die Fans des Vereins stark gemacht.

Arminia Bielefeld setzt sich - wie die anderen Mannschaften der Bundesliga - für die Corona-Warn-App der Bundesregierung ein und kommuniziert das auch auf ihren Kanälen, etwa bei Instagram. Da wäre ein Werbepartner Tönnies mehr als unpassend.

Vor einem ähnlichen Dilemma steht auch Schalke 04. Dort fungiert Firmenchef Clemens Tönnies als Aufsichtsratschef. Nicht zum ersten Mal fordern Fans seine Absetzung. In der Vergangenheit ging es auch um rassistische Äußerungen.

Tönnies ist seit Juli 2019 offiziell Partner des Zweitliga-Meisters Arminia Bielefeld. Über das genaue Engagement des Unternehmens ist nichts bekannt. Es gehört allerdings nicht zum "Bündnis Ostwestfalen", dem Zusammenschluss von Unternehmen, das Arminia aus einer prekären finanziellen Lage geholfen hat. Offizieller Sponsor ist Schüco.

In einem Schlachtbetrieb der Firma Tönnies wurden in den vergangenen Tagen mehr als 1500 Menschen positiv auf das Virus getestet.

Alles Wichtige zur Coronakrise lesen Sie hier in unserem Liveblog:

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