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Guerilla-Aktion oder Photoshop?
Auch Früh Kölsch bekommt ein Anti-AfD-Plakat

Nach Coca-Cola und Ferrero wird der Brauerei Früh Kölsch ein vermeintlicher Anti-AfD-Spruch zugeschlagen – vielleicht sogar nur im Netz …

Text: W&V Redaktion

14. Dezember 2018

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Das Motiv stammt nicht aus unserer Feder ... Fast bedauernd klingt die Kölner Agentur Counterpart Group, als sie am Freitag das jüngste Auftauchen eines Anti-AfD-Plakats mit einer Flasche Früh Kölsch auf Anfrage kommentiert. Das Motiv sei auch hier unter Guerilla einzuordnen und komme, genau wie bei Coca-Cola, nicht aus dem Hause Früh und damit auch nicht aus dem Haus der Stammagentur der Brauerei.

Nach Coca-Cola und Ferrero ist einmal mehr eine Marke in die Anti-AfD-Aktionen zum Advent einbezogen worden. "Alles andere sind braune Flaschen. Sag' Nein zur AfD!" heißt der Slogan, den man der Kölner Marke untergejubelt hat. Über Twitter und Facebook wird das Motiv, das angeblich in der Kölner Südstadt zu finden ist, viral verbreitet.

"Angeblich" deshalb, weil bei genauerer Betrachtung des Motivs diversen Nutzern eine mögliche Retusche mit Photoshop wahrscheinlich erscheint. Das Social-Media-Team von Früh Kölsch selbst ordnet die "Außenwerbung" so ein und nutzt die Aktion augenzwinkernd für sich: "Nach dem Photoshoppen jetzt Früh shoppen!"

"Kampagne mit Haltung"

Wie dem auch sei – das Anti-AfD-Plakat für Früh Kölsch wird im Netz beklatscht und bei der Agentur als Motiv "mit Haltung" eingestuft. Ein Nutzer freut sich auf Facebook über die Antwort von Früh Kölsch: "Nicht jeder Fake muss falsch sein."

Anders als bei Coca-Cola oder Ferreros Nutella scheint dieses Mal allerdings nicht die Aktionsgruppe Afdentskalender Urheber zu sein. Nutzer und Lokalpresse registrieren die Häufung der Anti-AfD-Motive sehr wohl ...

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