Anzeige

Anti-Plastik-Kampagne
Auch Netto bringt Gras in die Regale

Nach Norma kommt jetzt Netto: Bei dem Discounter sollen die Kunden nicht mehr ihr Obst in Plastik, sondern in Verpackungen aus Gras kaufen können.

Text: W&V Redaktion

14. Januar 2019

Die Apfel-Verpackung ist nur der Anfang.
Anzeige

Gras wird das neue Plastik bei Netto. Der Discounter hat neu Verpackungen im Sortiment, die bald wegweisend für das Obstregal werden sollen. Bislang sind es nur Äpfel, die in den 4200 Filialen in einer Verpackung, die zu 40 Prozent aus sonnengetrocknetem Gras besteht, angeboten werden. Aber bald schon will Netto das Gras-Einsatzgebiet noch weiter ausweiten und testet schon andere Obstverpackungen auf Gras-Basis.

Man wolle den Anteil entsprechend optimierter Verpackungen stetig erhöhen, heißt es dazu aus der Zentrale. Gras sei im Verhältnis zu anderen Rohstoffen ein schnell nachwachsendes Naturprodukt. Zudem würde bei der Herstellung ein geringerer Wasser- und Energieverbrauch anfallen als bei der Herstellung von Pappschalen aus Frischfasern.

Auch anderweitig will Netto seinen ökologischen Fußabdruck schmäler gestalten: Seit 2018 verkauft der Lebensmittelhändler Bio-Ingwer mit "Natural Branding", wobei die Kennzeichnung statt auf einer Kunststoffumverpackung oder einem Aufkleber per Laser direkt auf die Oberfläche der Schale aufgebracht wird. Pro Jahr würden so mehr als 43 Tonnen Verpackungen eingespart.

Mit seiner Offensive ist Netto nicht allein. Im vergangenen Jahr hatte schon Norma Papiertüten eingeführt, die ebenfalls zu 40 Prozent aus Gras bestehen. Auch hier experimentiert man mit neuen Verpackungenkonzepten.

Innovative Verpackungsideen und Trends der Branche sind auch Thema beim 2. Packaging Summit am 3. und 4. April 2019 in München, zu dem W&V und Neue Verpackung einladen. Mehr zum Programm und den Referenten gibt es unter www.packagingsummit.de. Melden Sie sich gleich hier an - zum Frühbucherrabatt.

Anzeige