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Die Smart Idea, die doch keine war
Banksy, Street Artist und Wahlkampfhelfer

Wenn sich ein Künstler in den Wahlkampf einmischt, klingt das erst mal gut. Wenn es Banksy ist, umso besser. Wäre da nicht die Sache mit dieser Legalität...

Text: W&V Redaktion

7. Juni 2017

Diesen Druck hätte Banksy gegen das Foto eines gültigen Stimmzettels getauscht.
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Am Donnerstag wird in Großbritannien gewählt. Dass möglichst viele ihre Stimme nicht den Konservativen - und damit der amtierenden Premierministerin Theresa May - geben, ist dieses Mal einem Künstler besonders wichtig. So wichtig, dass er jedem registrierten Wähler aus Bristol North West, Bristol West, North Somerset, Thornbury, Kingswood und Filton, einen limitierten Kunstdruck seines "Balloon Girl" versprochen hat. Im Gegenzug für das entglittene Union-Jack-Herz verlangt er "nur" ein Foto des gültigen Stimmzettels. Wer gewählt wird, sei ihm egal, Hauptsache nicht die Tories. Die Rede ist von Banksy.

Es gibt nur ein Problem bei der Sache: In der Wahlkabine ist das Fotografieren von wasauchimmer verboten. Banksy ist das erst mal gleich. Street-Art-Künstler sind nicht dafür bekannt, um Erlaubnis zu fragen, ob da jetzt ein Graffiti hin kann oder die U-Bahn vertagged nicht viel schöner aussieht.

Die Smart Idea, die doch keine war

Das Ende der Geschichte: Natürlich wären viele "nur" zur Wahl gegangen, wenn es dafür eine Belohnung in Form eines limitierten Banksy-Prints gegeben hätte. Stattdessen begrüßt einen auf der Website von Banksy diese Meldung. Irgendwie schade.

Banksy muss absagen. Aus dem Gratis-Print für die UK-Wähler wird leider nichts.

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