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Vorwurf des Vertrauensbruchs
Bayern München fordert von BMW Schadenersatz in Millionenhöhe

Der FC Bayern München wirft dem Fast-Sponsorpartner BMW Vertrauensbruch vor und fordert einen Schadenersatz in wohl zweistelliger Millionenhöhe, berichtet die FAZ.

Text: W&V Redaktion

1. Juli 2019

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Die geplante langfristige Sponsor-Partnerschaft stand kurz vor dem Abschluss, platzte aber plötzlich im Mai. Eigentlich wollte BMW sich finanziell mit bis zu einer Milliarde Euro engagieren, berichtet die FAZ. Die Partnerschaft hätte zudem in eine Beteiligung von BMW als Gesellschafter der Bayern München AG münden können.

Doch der laufende Vertrag mit dem Hauptsponsor Audi läuft bis zum Jahr 2025. Audi hält derzeit 8,33 Prozent Anteile am FC Bayern. Offenbar wollten die Münchner Konkurrenten nicht so lange warten. Laut FC Bayern brachte eine "nicht erfüllbare" Forderung von BMW das  Geschäft zum Platzen. Um welche Forderung es sich gehandelt haben soll, ist bislang unklar.

Mittlerweile verhandeln angeblich Audi und der FC Bayern über eine Verlängerung ihrer Partnerschaft. Im Aufsichtsrat des Münchner Fußballklubs sitzt auch der Chef des Volkswagen-Konzerns, Herbert Diess. Audi gehört zum Volkswagen-Konzern.

Noch auf der Bilanz-Pressekonferenz Ende März dieses Jahres hatte der Vertriebs- und Marketingvorstand von BMW, Pieter Nota, die Vorzüge einer Partnerschaft mit dem FC Bayern München beschrieben: Mit über 300.000 Mitgliedern ist der FCB der größte Sportverein der Welt. Über 650 Millionen Menschen interessieren sich für den Verein. Das bedeutet sehr große Social-Media-Potenziale. Allein in China erreicht der FC Bayern über 135 Millionen Menschen.

Allerdings sagte Pieter Nota schon Ende März angesichts des laufenden Vertrags zwischen dem FCB und Audi, ein "Rauskaufen" stehe "nicht zur Diskussion".

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