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Rot gegen Rassismus
Bayern München wendet sich gegen Hass und Ausgrenzung

Zum Bundesliga-Derby gegen den FC Augsburg startet Tabellenführer Bayern München die Kampagne "Rot gegen Rassismus" und veröffentlicht auf seiner Webseite 17 emotionale Bayern-Statements. 

Text: W&V Redaktion

6. März 2020

Mit 17 emotionalen Statements wendet sich Bayern München gegen Rassismus in unserer Gesellschaft.
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Mit der Kampagne, die inhouse von FC Bayern München Digital & Media Lab entwickelt und umgesetzt wurde, will Deutschlands erfolgreichster Fußballclub ein Zeichen gegen Ausgrenzung, Beleidigungen und Intoleranz setzen. Der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge erklärt die Motivation hinter Rot gegen Rassismus so: "In den vergangenen Wochen ist es in den Stadien der Bundesliga zu Vorfällen gekommen, die uns allen nicht gefallen können. Insbesondere die sich häufenden Fälle von Rassismus bereiten uns große Sorge. Deshalb zeigen wir dem Rassismus die rote Karte. Mit unserer lange geplanten Aktion Rot gegen Rassismus wollen wir dazu beitragen, dass unsere Stadionkultur, um die man uns in ganz Europa beneidet, wieder von Vernunft und Menschlichkeit bestimmt wird." Neben Rummenigge kommen auf der Webseite auch weitere frühere und aktuelle Spieler des Rekordmeisters, des Basketball-Teams und der Frauen-Bundesligamannschaft zu Wort.

Kritik an der Zusammenarbeit mit Katar

Neben den Statements auf der Webseite und in den Social Media Kanälen des Clubs wird der Aktion auch in der aktuellen Ausgabe des Mitglieder-Magazins 51 viel Platz eingeräumt. Darüber hinaus können Fans für 15 Euro das T-Shirt der Aktion erwerben, wobei die Erlöse an soziale Einrichtungen gespendet werden. So sehr Aktionen wie diese auch zu begrüßen sind, so wird bei Reaktionen im Netz auch ein gewisser Vorwurf der Doppelmoral erkennbar. Hintergrund sind die engen Beziehungen des Vereins mit dem Emirat Katar und dessen staatlicher Fluggesellschaft Qatar Airways, die zum Sponsorenpool des Rekordmeisters zählt. Amnesty International berichtete beispielsweise kürzlich von noch immer bestehenden Menschenrechtsverletzungen wie etwa Zwangsarbeit oder eingeschränkter Bewegungsfreiheit, unter der viele Arbeitsmigranten in Katar nach wie vor zu leiden haben. Lesben und Schwulen droht in Katar derweil bis zu fünf Jahre Haft.                         

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