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Aufregung um TV-Spot
Beiersdorf wehrt sich gegen Hasskommentare zur 8x4-Kampagne

Markenbotschafter Theo Vanity wird in den sozialen Medien heftig beschimpft. Beiersdorf hat nun dazu Stellung bezogen.

Text: W&V Redaktion

26. August 2019

Sorgt bei Teilen des Publikums für Irritation: 8x4-Markenbotschafter Theo Vanity.
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Im August startete Beiersdorf für seine Deo-Marke 8x4 einen neuen Werbeauftritt, der insbesondere eine jüngere Zielgruppe ansprechen sollte. Dafür wurde unter anderem die Marke komplett neu erfunden. Und auch das Kommunikationskonzept dahinter geht einen etwas anderen Weg: Drei reale Persönlichkeiten aus dem echten Leben, die in den Spots ihre Geschichten erzählen, fungieren als Markenbotschafter.

Einer von ihnen, Theo Vanity, wird nun allerdings von Teilen des Publikums in den sozialen Medien heftig beschimpft. Manche Nutzer reagieren auf den Spot mit dem jungen Münchner, der sich seit seiner Kindheit gerne schminkt, extrem aggressiv: "Ekelhaft", "Degeneration wird salonfähig gemacht" und "Ab heute wird 8x4 von meiner Familie und mir boykottiert" lauten nur einige der Hasskommentare, die unter dem Facebook-Post für das Deo Nr. 4, das Theo bewirbt, zu lesen sind.

Beiersdorf hat nun entschieden gegen diese Postings Stellung bezogen: "Liebe Fans und Kritiker, wir bei 8X4 stehen für Vielfalt und Akzeptanz. Das gilt für Menschen und Meinungen, aber garantiert nicht für Diskriminierung, denn wir möchten Toleranz und persönliche Individualität fördern. Deshalb bieten wir Theo Vanity eine Plattform." Keine Plattform biete man hingegen Hasskommentaren jeglicher Art: "Get over it."

Immerhin gibt es auch eine Vielzahl von Followern, die den Auftritt gut finden. So heißt es etwa: "Jeder der seine eigene Individualität schätzt, hat kein Recht andere für ihre Individualität zu diskriminieren, egal ob geschminkt, tätowiert, dick oder was auch immer", "Kein normaler Mensch regt sich über so etwas noch auf" oder „Mich persönlich macht es in erster Linie neidisch, dass sein Make Up so viel besser aussieht als meins". Immerhin: Die gewünschte Aufmerksamkeit hat der Auftritt auf jeden Fall erreicht.

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