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Trendmonitor 2019
Bio-Eigenmarken setzen sich im Handel durch

Vor vier Jahren waren es noch 38 Prozent - heute bescheinigen 44 Prozent der Verbraucher den Bio-Eigenmarken eine hohe Qualität. Qualitätssiegel von Anbauverbänden unterstützen dieses Urteil noch. 

Text: W&V Redaktion

26. November 2019

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Die Bio-Eigenmarken von Händlern konkurrieren in den Regalen von Supermärkten und Discounter mit denen der Markenartikel - mit Erfolg. So attestiert es der Handelsmarkenmonitor 2019 von Ipsos und der Lebensmittel Zeitung. Danach nimmt mit 44 Prozent fast jeder zweite Konsument Bio-Produkte von Handelsmarken als qualitativ hochwertig wahr. Nur zehn Prozent schätzen die Produkte nicht.

Dieser Trend zeichnet sich schon seit drei Jahren ab - Tendenz steigend. Denn 2015 bescheinigten nur 38 Prozent den Bio-Handelsmarken eine hohe Qualität und schenkten ihnen Vertrauen. Besonders ausgeprägt ist dieses Vertrauen mit 54 Prozent bei Haushalten in den höheren Einkommensklassen mit mehr als 3000 Euro Haushaltsnettoeinkommen. 

Qualitätssiegel kommen beim Verbraucher gut an

Unterstützend dabei wirken Qualitätssiegel, die im Monitor erstmals abgefragt wurden. Das Resultat: Mit 47 Prozent halten knapp die Hälfte der Befragten die Qualitätsauszeichnungen von Anbauverbänden wie Bioland oder Demeter als besonders wertvoll. Dagegen steht ein Drittel der Befragten (29 Prozent), die auf so eine Kennzeichnung nicht achten.

Das ist besonders bei Personen mit einem geringen Haushaltsnettoeinkommen der Fall: Mit 20 Prozent nimmt nur jeder Fünfte die Siegel von Anbauverbänden wahr und verbindet sie auch weniger mit einer Qualitätsauszeichnung. Diejenigen, die das Siegel als Qualitäts-Check ablehnen, sind mit 15 Prozent in der Minderheit. Relativ groß ist dagegen der Anteil der neutralen Bewertungen (38 Prozent).

Produkte mit einem Qualitätssiegel können für 36 Prozent der Befragten daher ruhig mehr kosten. Die gesteigerte Preisbereitschaft zeigt sich bei Haushalten mit mittleren und höheren Einkommen mit einem Haushaltsnettoeinkommen von mindestens 1500 Euro. Auch ältere Zielgruppen ab 60 Jahren sind weniger dazu bereit, für Bio-Produkte mit Siegel mehr Geld in die Hand zu nehmen. Laut Monitor sind es in dieser Altersgruppe nur 30 Prozent. 

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