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Tierwohl-Aktion
Bis in zwei Jahren will Aldi das Kükentöten beenden

Aldi verpflichtet sich, bis 2022 das gesamte Eier-Sortiment umzustellen, um damit das Töten männlicher Küken zu beenden. Möglich machen dies neue Verfahren zur frühzeitigen Geschlechtsbestimmung.

Text: W&V Redaktion

11. März 2020

Jedes Jahr werden rund 45 Millionen männliche Küken nach dem Schlüpfen getötet.
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Das Töten männlicher Küken innerhalb der Schaleneier-Produktion steht seit vielen Jahren in der öffentlichen Kritik. Laut Verbraucherzentrale werden in Deutschland jedes Jahr rund 45 Millionen männliche Küken nach dem Schlüpfen getötet, da sie keine Eier legen können und sich auch nicht zur Mast eignen. Aldi Nord und Aldi Süd haben sich jetzt als erste Lebensmittelhändler dazu entschlossen, ausschließlich Schaleneier ohne Kükentöten anzubieten. Bis 2022 soll deutschlandweit dazu die gesamte Lieferkette schrittweise umgestellt werden.

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Einsatz von genanalytischen Verfahren

Die Discounter setzen dabei auf spezielle technische Verfahren, die das Geschlecht in den ersten Bruttagen im Ei bestimmen. Dazu arbeiten sie eng mit Biotech-Unternehmen wie Planton zusammen. Männliche Bruteier werden dann nicht mehr ausgebrütet, sondern mittels eines genanalytischen Verfahrens noch vor dem Schlüpfen ermittelt, aussortiert und zu hochwertigem Tierfutter verarbeitet.

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Autor: Alessa Kästner

ist Absolventin der Burda Journalistenschule und volontierte beim Playboy. Die gebürtige Münchnerin schrieb für Magazine wie ELLE, Focus oder Freundin und schnupperte im Anschluss noch ein wenig Agenturluft bei Fischer Appelt. Ihre Kernthemen als W&V-Redakteurin: Digital Lifestyle, New Work und Social Media.

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