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Influencer-Kampagnen
Bis zu 38.000 Euro

Wie viel Geld Unternehmen weltweit in Influencer-Marketing investieren, zeigt eine Umfrage von Rakuten marketing. Die Erfolgsmessung gestaltet sich allerdings schwierig.

Text: W&V Redaktion

28. März 2019

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Unternehmen zahlen Top-Influencern mit über 500.000 Followern mittlerweile bis zu 38.000 Euro pro Kampagne. Das ergibt eine repräsentative Umfrage von Rakuten Marketing.

Gleichzeitig setzen Firmen immer öfter auch auf sogenannte Micro-Influencer mit weniger als 30.000 Followern. Ihnen zahlen sie bis zu 32.000 Euro – allerdings nicht pro Post, sondern für eine ganze Kampagne.

Diese Investitionsbereitschaft verwundert nicht, setzen Verbraucher oft großes Vertrauen in die Kaufempfehlungen von Influencern: 83 Prozent geben an, schon mal ein Produkt gekauft zu haben, das von einem Influencer empfohlen wurde.

"Verbraucher wünschen sich von Influencern vertrauenswürdige Produktempfehlungen – das erklärt vielleicht, weshalb immer mehr Marken auf Micro-Influencer setzen. Sie pflegen in der Regel eine intimere Beziehung zu ihren Followern und behandeln sie wie Freunde. Das ist für Unternehmen viel Wert", weiß Anthony Capano, Managing Director EMEA bei Rakuten Marketing.

Erfolgsmessung größte Herausforderung

Ob die hohen Ausgaben angemessen sind, lässt sich für Marketer jedoch oft nicht abschätzen: 77 Prozent sind sich unsicher, anhand welcher Kriterien die Höhe der Vergütung berechnet werden sollte. 37 Prozent verfügen über keine Möglichkeit, die Auswirkung einzelner Kampagnen zu messen.

Insgesamt pflegen Marketer ein positives Verhältnis zu den Influencern, mit denen sie zusammenarbeiten. 60 Prozent geben an, dass diese sich für neue Vorschläge offen zeigten. 83 Prozent glauben außerdem, dass Influencer sich dafür interessieren, wie sich ihre Posts auf die Verkaufszahlen von Unternehmen auswirken.

Diesen Zusammenhang messbar zu machen, ist schwierig: 57 Prozent der befragten Marketer messen lediglich die Reichweite ihrer Kampagnen, 55 Prozent prüfen außerdem die Auswirkungen auf die Brand Awareness. Nur etwa ein Drittel erfasst Verkäufe, die entweder direkt oder indirekt aus den Aktivitäten der Influencer resultieren. Auch den generierten Webseiten-Traffic messen lediglich 32 Prozent.

Werbungtreibende würden sogar noch mehr Budget in Influencer-Marketing investieren, wenn man zuverlässigere Aussagen über den Business Impact machen könnte. 32 Prozent geben an, dass sie mehr investieren würden, wenn die Auswirkung von Influencer-Kampagnen auf den Unternehmensumsatz transparenter wäre.

Influencer-Vorlieben der Deutschen

Neben dem Unterhaltungsfaktor der Influencer (47 Prozent) spielt bei den deutschen Verbrauchern vor allem die Entdeckung neuer Marken und Produkte eine Rolle (45 Prozent), sie wünschen sich explizite Kaufempfehlungen (44 Prozent).

Ganz oben auf der Beliebtheitsskala stehen dabei Influencer aus der Unterhaltungsbranche. 45 Prozent geben an, zum Beispiel Schauspielern und Musikern zu folgen. 42 Prozent folgen Mode-Influencern und 40 Prozent Gamern.

Nur 25 Prozent folgen Technology-Influencern, DIY-Influencern nur 14 Prozent und Finance-Influencern sogar nur 13 Prozent. Die populärsten Influencer-Plattformen sind hierzulande Instagram (69 Prozent), YouTube (67 Prozent) und Facebook (51 Prozent). Twitter (25 Prozent) und Snapchat (22 Prozent) spielen hingegen eine untergeordnete Rolle.

Methodik

Rakuten Marketing hat das unabhängige Marktforschungsinstitut Viga mit der Durchführung der zitierten Umfrage beauftragt.

Von Dezember 2018 bis Januar 2019 interviewte das Institut mehr als 500 deutsche Verbraucher (weltweit: 3500) sowie 100 deutsche Marketer (700), die direkt in Influencer-Kampagnen involviert sind.

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