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Super Sale
Black Friday beschert Händlern Rekordumsätze

Millionen Menschen nutzten die Black Week, um online Einkäufe zu tätigen. Mehrere Unternehmen haben nun das Kaufverhalten der Deutschen während der Rabattschlacht ausgewertet - das sind die Ergebnisse.

Text: W&V Redaktion

30. November 2020

Laut dem Zahlungs-Anbieter Klarna stieg das Umsatzwachstum am Black Friday im Vergleich zum Vorjahr um 56 Prozent.
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Black Friday ist das größte Einkaufs-Event weltweit, da an diesem Tag das Weihnachtsgeschäft eingeläutet wird. Die Rekordumsätze zeigen, dass der Onlinehandel dieses Jahr nicht zuletzt durch Corona einen gewaltigen Sprung nach vorne gemacht hat. Der Super Sale spielte laut einer Schätzung von Adobe in den USA neun Milliarden Dollar Umsatz ein - und auch in Deutschland wurde kräftig eingekauft. 

In Berlin wurde am meisten geshoppt

So hat beispielsweise die E-Commerce-Plattform Shopify erhoben, wie viel Umsatz die über eine Million Shopify-Händler weltweit am Black Friday generiert haben. Von Neuseeland bis Kalifornien konnten die Shopify-Händler eine Umsatzsteigerung von 75 Prozent  gegenüber dem Black Friday im Jahr 2019 verzeichnen. Deutschland belegt zudem Platz Fünf der Länder, in denen weltweit am meisten verkauft wurde - und deutschlandweit wurde in Berlin am meisten geshoppt.

Besonders drastisch stiegt das Volumen über Shopping-Apps, wie eine Analyse von Appsflyer zeigt: Die In-App-Umsätze am Black Friday lagen 130 Prozent höher als der Durchschnittswert der vergangenen 30 Tage. Auch die Zahl der organischen Installationen von Shopping-Apps nahm am Black Friday zu: um 45 Prozent. Die Zahl der nicht-organischen Installationen stieg um 25 Prozent.

216 Prozent mehr In-App-Umsätze

Im Vergleich zum Black Friday des Vorjahres wuchsen die In-App-Shopping-Umsätze um 216 Prozent. Runtergebrochen auf die einzelnen Installationen stieg der Umsatz  nur um 13 Prozent, was darauf hindeutet, dass das Gesamtvolumen durch die hohe Anzahl an neuen Nutzern zustande gekommen ist. 

Zahlen der Global Savings Group haben ergeben, dass GSG-Aktivitäten einen Bruttowarenwert von über 110 Millionen US-Dollar auf allen Märkten erreichten, bei einer durchschnittlichen Warenkorbgröße von 94,81 Euro. Der diesjährige allgemeine Trend, nach dem Käufer stationäre Geschäfte meiden, unterstreicht zudem die Notwendigkeit mobiler Lösungen. Die Menschen tätigten ihre Einkäufe in 2019 über alle betrachteten Regionen zu gleichen Anteilen auf Mobil- und Desktop-Geräten. In 2020 lag das Geschäft auf mobilen Geräten erstmals 6 Prozent höher, als auf Desktop-Geräten.

Änderung des Verbraucherverhaltens aufgrund der Pandemie

Besonders drastisch hat sich das Kaufverhalten im Bezug auf Reisen verändert, das schon immer eine tragende Säule des Geschäfts am Black Friday darstellte. Mit dem pandemiebedingten Rückgang der Reisebranche weist 2020 jedoch die niedrigsten Zahlen auf, die GSG seit Jahren verzeichnet hat. Mit einer GMV-Änderung von -70,8 Prozent war ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Gleichzeitig kauften die deutschen Verbraucher proportional mehr Artikel für Haus & Garten sowie Produkte aus den Kategorien Sport & Outdoor sowie Health & Beauty ein. Dieser Trend unterstreicht die direkten Auswirkungen der globalen Pandemie und der anschließenden Änderung des Verbraucherverhaltens.

Auch der Zahlungs- und Shopping-Anbieter Klarna hat das Kaufverhalten der Deutschen während der Black Week ausgewertet. Das Umsatzwachstum am Black Friday stieg im Vergleich zum Vorjahr um 56 Prozent, was einen neuen Verkaufsrekord darstellt. Der Verkauf von Elektronikartikeln verzeichnete dabei einen Anstieg um 3554 Prozent im Vergleich zu einem durchschnittlichen Tag. Somit kauften Deutsche am Black Friday so viele Elektronikprodukte, wie in einem durchschnittlichen Monat. Und auch das Shopping-Verhalten in den Altersgruppen hat sich verändert: Gerade die Generation der 66- bis 75-Jährigen kaufte deutlich mehr online ein, als in der Vergangenheit.


Autor: Alessa Kästner

ist Absolventin der Burda Journalistenschule und volontierte beim Playboy. Die gebürtige Münchnerin schrieb für Magazine wie ELLE, Focus oder Freundin und schnupperte im Anschluss noch ein wenig Agenturluft bei Fischer Appelt. Ihre Kernthemen als W&V-Redakteurin: Digital Lifestyle, New Work und Social Media.

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