Anzeige

BMW iNext
BMW prüft Unsichtbarkeit

Wo ist das Cockpit? Im BMW iNext findet der Fahrer keine Schalter, Hebel und Knöpfe mehr. Das Armaturenbrett ist glatt und leer. Selbst die Pedale sind versenkt. Was soll das?

Text: W&V Redaktion

20. September 2018

Huch, keine Bedienelemente mehr! Der BMW iNext verbirgt seine Technologie
Anzeige

Das Auto wird zum Wohnzimmer. Ein bisschen zumindest. BMW hat vor wenigen Tagen den BMW iNext vorgestellt. Ein Blick in das Innere des Visionsfahrzeugs raubt einem den Atem, wenn man bedenkt, dass dieses Auto schon in drei Jahren, also 2021 in Serie gehen soll. Denn es hat schlicht kein herkömmliches Armaturenbrett mehr. Keine Schalter, Knöpfe, Hebel mehr neben dem Lenkrad. Nichts, außer zwei berührungsempfindlichen Bildschirmen.

Wo ist die ganze Technik? Im Hintergrund. "Shy tech" nennt BMW das. Ein Wortspiel, das sich auf den Begriff "High tech" reimt. Die Technologie ist vorhanden - aber unsichtbar. "Um den hochwertigen, wohnlichen Charakter des Fonds zu wahren und damit den Menschen in den Mittelpunkt zu rücken", heißt es bei BMW.

Coffeetable auf Rädern

Die Atmosphäre im BMW iNext bezeichnen die Designer in München als "modern coffeetable. Innenraum goes Wohnzimmer. Und wenn man einfach fahren will? Dann sagt man: "Hey, BMW, let me drive!" Dann werden Bedienelemente sichtbar und die Pedale mit Pluszeichen (Gas) und Minuszeichen (Bremse) versehen, fahren aus dem Boden. Die Mittelkonsole aus Holz wird zur Bedienfläche. Das offenporige Holz reagiert auf die Gesten der Finger. Auch auf der Rücksitzbank: Dort steuert man zum Beispiel die Musik und ihre Lautstärke über Fingergesten auf dem Bezugsstoff. Das ganze Auto ist zudem eine digitale nahtlose Schnittstelle zum Smartphone. Mit seiner Stimmer kann der Fahrer künftig vom Auto aus die Fenster des eigenen Hauses schließen.

Der BMW iNext ist vollgepackt mit Sensoren. Wenn dieses Auto 2021 in Serie geht, soll auch das 5G-Funknetz verfügbar sein. Es liefert eine High Definition Map. Das Auto ist dann mit seiner Position jederzeit zentimetergenau verortet. Services wie Restaurant- und Shopping-Vorschläge werden dann alltäglich. Gemeinsam mit dem autonomen Fahren setzt das riesige Anforderungen an die Rechenleistung im Auto voraus. Mit den heutigen Chip-Generationen wäre autonomes Fahren der Stufen vier und fünf noch gar nicht machbar.

Anzeige