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Brexit-Angst
Britain first bei Lidl GB

Lidl GB bevorzugt in Zukunft britische Lieferanten. Der Discounter will angesichts des drohenden Brexit seine Filialen vornehmlich mit Waren aus heimischer Produktion bestücken.

Text: W&V Redaktion

17. Oktober 2019

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Lidl setzt in Großbritannien verstärkt auf britische Produkte. Schuld ist der nahende Brexit. Vor allem bei Fleisch, Geflügel und anderen Frischeprodukten will Lidl auf heimische Lieferanten zurückgreifen. Lidl Großbritannien werde in den nächsten fünf Jahren die Rekordsumme von 15 Milliarden Euro in britischen Lieferanten investieren, kündigte das Unternehmen an. Allein in den nächsten zwölf Monaten will der Billiganbieter die Verkäufe von frischem Fleisch, Geflügel und anderen Frischeprodukten aus britischer Produktion um über zehn Prozent steigern.

Lidl ist in den vergangenen Jahren in Großbritannien stürmisch gewachsen und verfügt mittlerweile über 770 Läden im Vereinigten Königreich. Dazu fährt der Discounter auch umfangreiche Kampagnen. "Big on quality, Lidl on price" ist die aktuelle, die seit Sommer läuft (Agentur: Karmarama).

Auch in diesem Jahr will das Unternehmen bis zu 60 neue Filialen eröffnen. Lidl kommt derzeit auf einen Marktanteil von sechs Prozent. Bei dem Wachstum von Lidl spielten auch die Lieferanten eine wichtige Rolle, betonte das Unternehmen. Langzeit-Partnerschaften gäben den Bauern gerade in Zeiten ökonomischer Turbulenzen Investitionssicherheit.

Im Juni kündigte der Discounter eine Investition von 500 Millionen Pfund in London in den nächsten fünf Jahren an, um dort neue Geschäfte zu eröffnen.

dpa

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