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Aufregung nach Super Bowl
Bud light droht Gerichtsstreit um Spuds

Der Spot für Bud light beim Super Bowl war der beliebteste. Aber den Geisterhund Spuds MacKenzie hätte die Marke nicht verwenden dürfen, behauptet der Kläger Spuds Ventures.

Text: W&V Redaktion

16. März 2017

Bud light holte den Bullterrier Spuds MacKenzie für die Kampagne zum Super Bowl 2017 zurück.
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Der Spot für Bud light (Anheuser-Busch Inbev) beim Super Bowl war der beliebteste. Aber den Geisterhund Spuds MacKenzie hätte die Marke nicht verwenden dürfen, behauptet nun die Firma Spuds Ventures. Der Kläger, der sich an ein Gericht in New York gewandt hatte, gibt an, die Markenrechte an dem Hund zu halten. Die Brauerei Anheuser-Busch ist sich sicher, die Klage entbehre jeder Grundlage, berichtet das US-Branchenmagazin "Adage". Mitbeschuldigt wird ist auch die Werbeagentur von Bud light, Wieden + Kennedy.

Spuds Ventures vertritt den Standpunkt, dass die Bud-light-Kampagne seine eingetragenen Rechte an Spuds MacKenzie verletze, die die Firma für Restaurantdienstleistungen, Tierprodukte und Kleidung verwendet. Allerdings seien die Rechte für alles rund um Lokale und Bars aufgeschoben worden; hiergegen hatte Anheuser-Busch interveniert.

Die beschuldigte Brauerei teilte mit: "Anheuser-Busch hat die Figur Spuds MacKenzie erfunden und in Werbeaktionen für Bud light verwendet. Die Markenrechte des Klägers für 'Spuds MacKenzie' beziehen sich lediglich auf Tiernahrung und -pflege." Man werde sich gegen die haltlose Klage wehren.

Bud light holte seinen Werbehund als Geist zurück

Mit Spuds Ventures verbunden ist offenbar der Unternehmer Mark Thomann. Er leitet die Firma Dormitus Brands, die auf die Akquise, Sanierung, Wiederbelebung und Monetarisierung von Marken und Urheberrechten spezialisiert ist, vor allem brachliegender Marken.

Spuds MacKenzie war für Bud light bis 1989 als Maskottchen im Einsatz. Weil er nach seinem ersten Einsatz im Super Bowl 1987 so beliebt war, gab es Spuds auch als Plüschtier und auf T-Shirts. Zwei Jahre später schickten ihn die Marketingverantwortlichen in Rente: Zum einen überschattete seine Beliebtheit beinah die Marke, zum anderen hatte es Kritik gegeben, Bud light könnte mit dem Hund Kinder zum Biertrinken verführen.

Als einmalige Aktion hatten Wieden + Kennedy und Anheuser-Busch den Bullterrier 2017 im Super-Bowl-Spot für Bud light erneut auftreten lassen - als Geist. Der Werbefilm kam hervorragend an beim Publikum: Die Leser von "USA Today" bewerteten ihn am besten von allen Spots; auf Youtube wurde "Ghost Spuds" seit Anfang Februar mehr als 13 Millionen Mal aufgerufen.

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