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Liga-Pause
Bundesliga verschiebt Medienrechte-Ausschreibung

Die Bundesliga soll erst einmal weiter bis Ende April pausieren, das schlägt das DFL-Präsidium vor. Die Deutsche Fußball Liga verschiebt auch die geplante Ausschreibung für die Medienrechte.

Text: W&V Redaktion

24. März 2020

Der Ball wird in der Bundesliga weiter ruhen.
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Die Deutsche Fußball Liga hat erneut auf die Corona-Krise reagiert und will die Aussetzung des Spielbetriebs in der 1. und 2. Bundesliga mindestens bis zum 30. April verlängern. Eine entsprechende Empfehlung des Präsidiums werden die 36 Profivereine auf der Mitgliederversammlung am 31. März mit höchster Wahrscheinlichkeit beschließen. Zuvor waren wegen der Corona-Virus-Pandemie schon die Spieltage 26 und 27 abgesagt worden.

Angesichts der derzeitigen Situation hat das DFL-Präsidium zudem entschieden, die geplante Ausschreibung der Medienrechte zu verschieben. Anstelle des ursprünglich geplanten Termins im Mai ist eine Vergabe ab Juni dieses Jahres vorgesehen.

Medienrechte-Ausschreibung verschiebt sich

Das Bundeskartellamt hatte der DFL am vergangenen Freitag grünes Licht für das eingereichte Vermarktungskonzept gegeben. Ziel der DFL sei es, den Fokus zunächst auf die Bewältigung der gegenwärtigen Herausforderungen zu richten, heißt es in einer Mitteilung vom Dienstag.

Drohende Verluste von 750 Millionen Euro

Das neunköpfige DFL-Präsidium mit Geschäftsführer Christian Seifert an der Spitze diskutierte am Dienstag in einer mehrstündigen Videokonferenz über einen Notfallplan, wie die enormen finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise für den Profi-Fußball abgefedert werden könnten. Bei einem kompletten Saison-Abbruch drohen der gesamten Branche Einnahmeverluste in Höhe von rund 750 Millionen Euro.

Die DFL arbeitet daher momentan unter Hochdruck an Konzepten, Spiele zu gegebenem Zeitpunkt auch ohne Stadion-Zuschauer und mit einem Minimal-Einsatz von Arbeitskräften in den Bereichen Sport, allgemeine Organisation und Medien durchzuführen. Ziel bleibe es, die Saison zu einem Abschluss zu bringen. Mögliche Szenarien und denkbare Handlungsoptionen sollen im Laufe der Woche weiter strukturiert und dann der Mitgliederversammlung zur Diskussion gestellt werden.

Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic brachte sogar tägliche Spiele ins Gespräch. "Ich habe den Vorschlag gemacht, dass wir jeden Abend Spiele ansetzen. Das wäre von Montag bis Sonntag Prime-Time, das wäre ja auch lukrativ für die Anbieter", sagte Bobic in einem Interview mit dem Streamingdienst Dazn und dem Internetportal "spox".

Gehaltsverzichte bei den Profis

Um die wirtschaftlichen Schäden zu minimieren, verhandeln die Vereine derzeit mit Spielern, Trainern und Funktionären über einen Gehaltsverzicht, auf den sich unter anderen Rekordmeister Bayern München, Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach und der FSV Mainz 05 bereits geeinigt haben.

Fußball-Bundesligist Schalke 04 plant ein großes Maßnahmenpaket zur finanziellen Bewältigung der Corona-Krise. "Ich halte überhaupt nichts davon, aufgrund von öffentlichem Interesse vorschnell Einzelmaßnahmen zu platzieren. Wir müssen uns jetzt finanziell so aufstellen, dass wir möglichst lange durchhalten und entsprechend Liquidität gewährleisten", sagte Vorstand Alexander Jobst der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (Paywall).

Laut Marketingchef Jobst sind auch die Profis bereit, auf einen Teil ihrer Bezüge zu verzichten. "In der Frage der Gehälter kam schon vor einigen Tagen das erste Signal von unserer Profimannschaft", sagte der 46-Jährige. Auch das Trainerteam um Cheftrainer David Wagner sowie der dreiköpfige Vorstand mit Jochen Schneider, Peter Peters und Jobst wollen ihren Teil beitragen.

Das Maßnahmenpaket soll helfen, die Arbeitsplätze der rund 650 Mitarbeiter zu erhalten. Doch auch in diesem Bereich drohen Veränderungen. "Es ist eine konkrete Überlegung, Kurzarbeit zu beantragen. Wichtig ist uns dabei aber, dass unseren Mitarbeitern dann keine wirtschaftlichen Nachteile entstehen, auch das ist ein Ergebnis unserer ganzheitlichen Herangehensweise", kommentierte Jobst.

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