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Skandal um Design-Prinz
Burger King spielt mit dem schwedischen Feuer

Geniale Idee, fragwürdig im Geschmack, aber auf jeden Fall groß. Feuer-Fan Burger King präsentiert seinen ersten Kaminschutz und schreibt damit ein Stück schwedische Geschichte neu.

Text: W&V Redaktion

18. Dezember 2018

Ein Fall für die Feuerwehr? Kaum. Wo's brennt, ist Burger King zur Stelle.
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Nicht schön, aber selten. Burger King spielt mit dem Feuer, offenem Feuer, ist ja das Markenzeichen der Fastfoodkette. Und nutzt dafür eine alte Geschichte. Und die geht so...

Im Jahr 1697 brannte in Stockholm das schwedische Königsschloss bis auf die Grundmauern nieder und mit ihm ein Großteil der Nationalbibliothek sowie wertvolle Archive. Ein Drama.

2010 kam Prinz Carl Philip auf die Idee, aus diesem Anlass einen Kaminschutz zu gestalten, der an das Ereignis von damals erinnert. Und zwar durchaus ungeniert: Vorn die Silhouette des Schlosses, dahinter das Feuer. Name: "Schloss fängt Feuer." Man muss schon einen speziellen Humor haben, um das apart zu finden.

Die falsche Prinzenrolle

Erwies sich aber sowieso als Fake. Denn nicht Carl Philip hatte das Stück gestaltet, sondern der Designer Eric Ericson, ein Skandal! Bis heute ist der "Design-Prinz" ein geflügeltes Wort in Schweden.

Jetzt hat sich Burger King eine Funkenschutzwand ausgedacht, die Bezug darauf nimmt. "So eine fire wall ist ja auch kein Job für einen Prinzen, sondern einen König", sagt das Unternehmen süffisant. Offenes Feuer, erinnern Sie sich an die Kampagne mit den brennenden Burger-King-Restaurants? Genau so. Das passt einfach zur Marke.

Die Kaminwand des Burgerbraters kann sich auch jeder leisten; sie kostet nur 99 Euro. Das Prinzengatter lag damals bei 1400 Euro. Und Burger King setzt noch einen drauf: Das gute Stück ist in Schweden in einem Traditionsbetrieb gegossen, familiengeführt, das Eisen ist recycled und mit Ökostrom produziert. Aber dafür ist sie eben auch gelabelt. Hier bitte:

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