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#clownsightings
Clown-Hysterie bremst Ronald McDonald aus

Seit ein paar Monaten versetzen Clowns die Amerikaner in Angst und Schrecken. Während sich die #Clownsightings ausbreiten, reagiert McDonald's: Firmenclown Ronald soll seltener auftreten.

Text: W&V Redaktion

12. Oktober 2016

Ronald McDonald ist der Markenbotschafter von McDonald's. Und hat in den USA erst mal Teilzeit.
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Es gibt Leute, die lieben Clowns. Andere wiederum finden sie einfach nur unlustig. Und dann gibt es noch welche, denen Clowns regelrecht unheimlich sind. Letztere werden gerade, zumindest in den USA, immer mehr. Denn dort treiben seit August gruselige Clowns ihr Unwesen.

Er wollte ein Clown angeblich Kinder in den Wald locken, berichtet die "Tagesschau". Und irgendwie wurde eine Welle daraus, die inzwischen im Social Web unter #clownsightings läuft - und einen schon das Fürchten lehren kann. Nicht nur im Social Web, auch im echten Leben: Schüler erhalten Drohungen, Schulen wurden schon kurzzeitg deswegen geschlossen, berichtete die "SZ". Die Welle schwappte auch schon nach England und Australien über.

Teils hysterisch, teils zynisch, teils politisch die Tweets (und Facebook-Posts) zum Hashtag (eine Auswahl finden Sie am Ende des Artikels).

Auf die Hysterie reagiert nun McDonald's: Der Fastfoodkonzern reduziert in den USA die Auftritte seines rothaarigen, freundlichen Clowns Ronald McDonald. Man werde bei Auftritten des Firmenclowns zurückhaltender sein - angesichts "des aktuellen Klimas bezüglich Clown-Sichtungen", zitiert der Sender NBC. Konkreter wurde das Unternehmen nicht. Aber die Distanzierung von den gruseligen Artgenossen ist wohl - zumindest in den USA - notwendig geworden.

"McDonald's und seine Franchise-Nehmer in den jeweiligen Märkten sind sich des Themas bewusst und werden dies beim Einsatz von Ronald McDonald entsprechend berücksichtigen", lautet die offizielle Stellungnahme von McDonald's, USA. In Deutschland muss aber noch nicht reagiert werden. Der hiesige Standort teilt auf Anfrage mit, dass Ronald grundsätzlich im Einsatz sei, etwa bei Family Days und Veranstaltungen wie der Benefiz-Gala zugunsten der McDonald’s Kinderhilfe Stiftung. Hier also noch alles ruhig.

Clown-Geschichten

Die Assoziationen mit Gruselclowns wie Pennywise (aus Stephen Kings "Es") und dem Killer aus der Serie "American Horror Story" sind leicht geweckt. Horrormeister King allerdings versuchte bereits, via Twitter zu beruhigen. Und übernimmt keine Verantwortung für die Clown-Horroshow auf Amerikas Straßen. Denn eine der Theorien zur Entstehung des Phänomens: Es könnte sich um PR für das Remake des Films "Es" handeln, das 2017 ins Kino kommt.

Zuvor allerdings ließ King ahnen, dass auch ihm nicht alle Clowns geheuer sind.

"Die einzigen, die mit der Clown-Hysterie Geschäfte machen, sind vor Halloween die Make-up- und Kostümverkäufer", schreibt die "Tagesschau": "Ihr Umsatz soll im Vergleich zum Vorjahr um 300 Prozent gestiegen sein."

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