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Gewinnsteigerung
Coca-Cola profitiert von Zuckerreduktion

Immer mehr Menschen wollen weniger Zucker konsumieren. Das wirkt sich positiv auf den Gewinn von Coca-Cola aus.

Text: W&V Redaktion

30. Oktober 2018

Coca-Cola gibt es seit 1886. Die Geschichte der internationalen Marke und ihrer Werbemaßnahmen feiert das Coca-Cola-Museum in Atlanta.
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Der Erfrischungsgetränkehersteller Coca-Cola, vor allem das gleichnamige Getränk, dienen häufig als Negativbeispiel, wenn es um den Konsum von verstecktem Zucker geht. Ein "Spiegel"-Artikel aus dem Jahr 1976 berichtet von 40 Stückchen Würfelzucker auf einen Liter Cola. Der Konzern selbst schrieb im Blog vor einem Jahr, es seien 36 Stück Würfelzucker - neun pro Glas à 250 ml.

Einer der Konsumtrends aber geht klar weg vom Zucker. Ein Beispiel dafür ist der Rewe-Pudding-Test Anfang des Jahres: Verbraucher entschieden sich schließlich für 30 Prozent weniger Zucker (mehr dazu lesen Sie hier). Einige Marken reagieren bereits darauf.

So auch Coca-Cola: Der Konzern will bis 2020 den Zuckergehalt seines Getränkesortiments im Vergleich zu 2015 um zehn Prozent reduzieren. Und hat schon seit Jahren zuckerreduzierte Erfrischungsgetränke, auch Coke-Submarken, im Angebot.

Das zahlt sich bereits aus: Im Jahresvergleich stieg der Gewinn im dritten Quartal um 30 Prozent auf knapp 1,9 Milliarden Dollar (1,7 Mrd. Euro), teilte das internationale Unternehmen in Atlanta mit. Die Firma verzeichnete eine hohe Nachfrage nach der Coca-Cola Zero Sugar sowie nach zuckerarmen oder -freien Varianten der Klassiker Fanta und Sprite. Weiteren kalorienreduzierte Angeboten wie Mineralwässern und Sport-Drinks seien ebenfalls gut angekommen. Laut Coca-Cola Deutschland enthalten heute bereits 30 Prozent der mehr als 3900 Getränke weltweit wenig oder keinen Zucker.

Darüber hinaus kamen der Bilanz erneut Kosteneinsparungen und Preiserhöhungen zugute. Der Verkauf von Abfüllbetrieben drückte den Umsatz zwar um neun Prozent auf knapp 8,3 Milliarden Dollar. Doch bereinigt um Sondereffekte legten die Erlöse um sechs Prozent zu.
Vorstandschef James Quincey krempelt den Konzern seit seiner Amtsübernahme im vergangenen Jahr um. Im Sommer hatte er angekündigt, die britische Café-Kette Costa für 5,1 Milliarden Dollar zu übernehmen. (sh/mit dpa)

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