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Kreation des Tages
Coca-Cola ruft zum Boykott auf - gegen die eigene Marke

Kauft keine Coca-Cola! Das fordern nicht etwa Zuckergegner oder Aktivisten gegen Verpackungsmüll, sondern die Marke Coca-Cola selbst.

Text: W&V Redaktion

17. Juni 2019

Plakat in den Niederlanden: Kauft keine Coca-Cola!
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Auf den ersten Blick ist es ein Boykottaufruf. In Belgien und den Niederlanden tauchen Plakate und Motive im Social Web auf, auf denen zu lesen ist: "Kauft keine Coca-Cola". Darunter geht es weiter: "... wenn ihr uns nicht beim Recyceln helft."

Und das ist weder eine Provokation von Wettbewerbern noch ein Appell von Verbraucherschützern oder Aktivisten. Coca-Cola selbst will mit der Kampagne seine Ziele voranbringen. Der Konzern hatte angekündigt, bis spätestens 2025 all seine Verpackungen der Wiederverwertung zuzuführen und in Europa mindestens zur Hälfte recyceltes Plastik für die Flaschen zu verwenden. Und das gehe nur, wenn die Kunden mitmachen.

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Mit der Botschaft will Coca-Cola weltweit auf Tour gehen: Vor allem auf Festivals und in Städten sowie in Social Media wird der Getränkekonzern den Sommer über mit den Motiven präsent sein.

In Belgien ist laut Unternehmen der Anteil wiederverwerteten Plastiks mit 26 Prozent nicht besonders hoch - weil zu wenige Flaschen zurückkommen und stattdessen im Müll oder gar auf der Straße und im Meer landen. Außerdem werde auf Festivals in Belgien erstmals Coca-Cola aus zu 100 Prozent wiederverwertetem Plastik angeboten.

Das Kampagnenkonzept entwickelten Coca-Cola Belgien und Niederlande gemeinsam mit der Agentur Noise Netherlands. Die Außenwerbemotive kreierten Pinkeye und We Want More Studio. Die TV- und Kino-Adaption übernahm Hogarth.

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Dazu kommen in anderen Ländern clevere Anwendungen für den markentypischen Coke-Schwung aus dem Logo: Der zeigt zum Beispiel in Italien an, wo sich die Coke-Flasche direkt zum Recycling wegwerfen lässt (Agentur: Publicis Italia).


Autor: Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Die Lieblingsthemen von @DieRedakteurin reichen von abenteuerlustigen Gründern über Medien und Super Bowl bis Streaming. Marketinggeschichten und außergewöhnliche Werbekampagnen dürfen aber nicht zu kurz kommen.

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