Anzeige

Neue Markenplattform
Coca-Cola startet gigantische Haltungskampagne

"Better when we're open": Coke hat den baldigen Startschuss zu einer europaweiten Kampagne angekündigt, in der Menschen zu mehr Selbstkritik und Empathie aufgerufen werden - weil sonst alles in die Brüche geht.

Text: W&V Redaktion

14. Februar 2020

Anzeige

Den Start der Kampagne "Better when we're open" hat Europa-Marketingchef Walter Susini für die kommende Woche angekündigt. Sie soll als neue Markenplattform bis ins Jahr 2021 hinein den Ton angeben. Entwickelt hat den Auftritt die Londoner Agentur Wieden + Kennedy.

Der Spot zeigt angeblich die aufgewühlte, aggressive Stimmung in einer US-Metropole: Menschen schreien sich wie wild gegenseitig an. Jeder sieht sich im Recht.

Was keiner von ihnen bemerkt: In den Gebäuden rund um die Menschen herum tun sich plötzlich Risse auf, die immer größer werden und schließlich drohen, alles zum Einsturz zu bringen. Gegen Ende tritt dann das Testimonial, US-Schauspielerin Natasha Lyonne, auf den Plan und sagt: "Wie wäre es, wenn wir uns alle selbst mal fragen würden: Könnte ich derjenige sein, der falsch liegt? Vielleicht würden sich die Dinge dann zum Positiven verändern."

Lyonne ist vor allem bekannt als Darstellerin von Nicky Nichols in der Netflix-Serie "Orange is the New Black", die in einem Frauenknast spielt.

Kampagne soll auch rund um die Fußball-EM laufen

Cokes Europa-Marketingchef Susini spricht von einer "Empathie-Plattform": Coca-Cola wolle dabei helfen, Menschen in einer zunehmend gespaltenen Gesellschaft wieder näher zusammen zu bringen. "Wir müssen die Probleme ansprechen, die heute relevant sind", zitiert "Marketingweek" den Coke-Manager.

Die Kampagne soll in diesem Jahr auch um die Fußball-Europameisterschaft herum laufen, die erstmals in zwölf Städten quer über den Kontinent verteilt stattfinden wird. Halbfinale und Finale steigen dann im Juli im Londoner Wembley-Stadion.

Der Brausekonzern hat außerdem angekündigt, rund eine Million Euro in europäische Community-Programme zu stecken. Die lokalen Initiativen sollen dabei helfen, Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund europaweit zusammen zu bringen.


Autor: Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.

Anzeige