Anzeige

Anti-AfD-Plakat
Coca-Cola steht zur Aussage auf dem gefälschten Plakat

Eine vermeintliche Coca-Cola-Werbung, die sich von der AfD distanziert, stammt nicht von dem Brausekonzern. Mit dem Inhalt kommt die Firma dennoch klar.

Text: W&V Redaktion

5. Dezember 2018

Der Absender des Anti-AfD-Plakats ist nicht Coca-Cola. Das Motiv stand in Berlin und wurde am 4. Dezember entfernt.
Anzeige

Für Aufregung sorgte zum Wochenstart ein Plakat, das die Betrachter auffordert: "Sag' Nein zur AfD." Der angebliche Absender des Werbemotivs war Coca-Cola. Was nicht stimmt, wie der Konzern nun klarstellte. Ohne sich allerdings von der inhaltlichen Aussage zu distanzieren.

Einige Medien hatten berichtet, dass Coca-Cola zum AfD-Boykott aufrufe. Im Social Web hatte das zu viel Freude bei AfD-Kritikern - und großer Aufregung bei AfD-Politkern und -Anhängern geführt.

Wie inzwischen bekannt ist, sind die Absender der Werbebotschaft aber nicht in Atlanta zu finden. Der Urheber steht nicht genau fest, unterstützt wird er aber von den Aktivisten, die hinter #AfDentskalender stecken. 24 digitale Türchen sollen dazu anregen, in der besinnlichen Zeit dem Rechtsruck entgegenzutreten und für Toleranz einzustehen. Und das Plakat, das bis Dienstag gegenüber der Berliner AfD-Parteizentrale hing, wird hier hinter Türchen 4 als Inspiration gefeiert.

Coca-Cola teilte mit, das Plakat stamme nicht vom Konzern, sondern sei auf Grundlage eines älteren Coca-Cola-Motivs selbst gebastelt worden. Mit der Botschaft hat das US-Unternehmen aber ganz offensichtlich kein Problem. So twitterte der Kommunikationschef von Coca-Cola Deutschland, Patrick Kammerer, dass "nicht jedes Fake falsch sein" müsse.  Coca-Cola retweetete den Kommentar.

Im Netz werden Coca-Cola und Kammerer dafür von vielen Nutzern gefeiert - während AfD-Abgeordnete dem Konzern nun Hetze vorwerfen.

Das muss der Marke nicht schaden - im Gegenteil: So hat sich Haltung beispielsweise für Nike (Kaepernick) durchaus gelohnt, Branchenprofis wie Social-Media-Experte Florian Zühlke von der Agentur Rapp Berlin fordern Marken und Agenturen dazu auf, Position zu beziehen.

Anzeige