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Sparkurs
Commerzbank schließt jede zweite Filiale

Nach einem Bericht im Handelsblatt will die Commerzbank ihr Filialnetz radikal verkleinern. Jede zweite Filiale steht demnach zur Disposition. Bis zu 10.000 Mitarbeiter könnten ihren Arbeitsplatz verlieren.

Text: W&V Redaktion

6. Juli 2020

Commerzbank plant Kahlschlag beim Filialnetz.
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Die Commerzbank kommt nicht zur Ruhe: Erst vergangene Woche Freitag wurde bekannt, dass Vorstandschef Martin Zielke und Aufsichtsratschef Stefan Schmittmann ihren Rücktritt angeboten haben. Nachfolger wurden noch nicht benannt. Allerdings soll es laut Medienberichten etliche potenzielle Kandidaten geben. Jetzt steht fest, dass die Bank einen radikalen Sparkurs einschlagen will. Laut einem internen Strategiepapier, das dem "Handelsblatt" vorliegt, soll jede zweite Filiale geschlossen werden. Das könnte bis zu 10.000 Mitarbeitern den Job kosten - von insgesamt 40000 Vollzeitstellen.

Laut einem aktuellen Bericht des Spiegel könnte der Aderlass sogar noch heftiger ausfallen. Demnach könnten von den ursprünglich 1000 Standorten gerade einmal 200 übrig bleiben, in denen sich Kunden beraten lassen können. Darüber hinaus, heißt es in dem Nachrichtenmagazin, soll auch das Auslandsgeschäft eingedampft werden. Dies könnte 1000 bis 1500 Vollzeitstellen im Firmenkundenbereich kosten.

Die Commerzbank hat wiederholt Sparmaßnahmen in vielen Bereichen angekündigt und umgesetzt. Auch im Sponsoring. So gab die Bank nach 15 Jahren die Namensrechte am Frankfurter Fußballstadion ab. Nachfolger ist nun die Deutsche Bank. Der neue Name: Deutsche Bank Park.


Autor: Peter Hammer

begleitet seit vielen Jahren redaktionell die Agentur-Branche, für die W&V wie auch früher für den Kontakter. Als Ressortleiter wie Redaktionsleiter. Liebt gute Kreation, aber mehr noch interessante und innovative Geschäftsmodelle. Unabhängig von Kanal und Größe. Was ihn immer wieder überrascht: Wie viele spannende Menschen es in der Branche gibt.

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