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Fußball
Corona beschert Fußball-Bundesliga Umsatzeinbruch

Der deutsche Profi-Fußball verzeichnet die zweite Saison in Folge ein kräftiges Minus in den Kassen. Laut DFL verderben vor allem die fehlenden Erlöse aus dem Ticket-Verkauf den Clubs die Bilanz.

Text: W&V Redaktion

9. März 2021

Die Corona-Pandemie sorgte dafür, dass die Fußballstadien seit Monaten leer sind.
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Seit Monaten leere Zuschauerränge in den Stadien - das versaut nicht nur die Atmosphäre bei den Spielen, sondern treibt auch den Vereinen der Fußball-Bundesliga die Sorgenfalten auf die Stirn. So rechnet die DFL (Deutsche Fußball Liga), die nun ihren jährlichen Wirtschaftsbericht vorstellte, nun schon die zweite Saison in Folge mit einem kräftigen Umsatzeinbruch.

Bereits in der Vorsaison sank der Gesamtumsatz der 18 Erstligisten um 217 Millionen auf 3,8 Milliarden Euro. Dabei sorgten vor allem die fehlenden Ticket-Erlöse im letzten Drittel der Spielzeit für das größte Minus: Allein hier sanken die Einnahmen um knapp ein Drittel auf 363,5 Millionen Euro. Hinzu kommen noch Ausfälle beim Transfergeschäft. So sanken in der vergangenen Saison die Einnahmen der Bundesliga hier um 80,8 Millionen auf 594,3 Millionen Euro.

Größter Ausgabeposten der Vereine bleiben die Gehälter für Spieler und Trainer, die noch einmal um 15 Millionen auf 1,446 Milliarden Euro gestiegen sind. Insgesamt haben die 18 Bundesliga-Clubs 155,6 Millionen Euro mehr ausgegeben, als sie eingenommen haben. Nur acht Erstligisten erwirtschafteten einen Gewinn, im Jahr davor waren es noch 14 gewesen.

Für die Saison 2020/2021 rechnen die Vereine nun mit noch höheren Verlusten. Laut DFL-Chef Christian Seifert könnten diese bei etwa einer Milliarde Euro liegen. Waren im Vorjahr nämlich nur acht Spieltage betroffen, wird die aktuelle Spielzeit fast komplett vor leeren Rängen gespielt.

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