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W&V Data-Ranking
Corona-Fashion contra Businessklamotten

Deutschland trägt Maske - und Fashion boomt beim Onlineshopping. W&V Data hat ausgewertet, wie die Top-Bekleidungsmarken abseits von Krawatten und Pumps um Aufmerksamkeit buhlen.

Text: W&V Redaktion

28. April 2020

Trotz Corona: In Sachen Mode sind die Deutschen in Shoppinglaune. W&V Data hat analysiert, wie sich die Fashionanbieter im Vorfeld aufgestellt haben.
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Businessklamotten? Erst mal weg damit. Im Homeoffice herrscht ein anderer Dresscode. Aber das hat offensichtlich nicht zur Folge gehabt, das „Ich-hab-nichts-Anzuziehen“-Problem ad acta zu legen. Fashion-Shopping boomt, so das Ergebnis des mittlerweile fünften Corona Monitor von Havas Media. „Es ist kein Ende der Shoppinglaune in Sicht“, heißt es da. In einem Vergleich der Kauflust in der Woche vor dem Lockdown und der Befragungswelle vom 21. bis 24. April macht Havas einen Anstieg des Onlineshoppings um 109 Prozent aus. Der Renner sind T-Shirts (60 Prozent) und Schuhe (56%). Und weil jetzt so gut wie jeder läuft, muss auch die richtige Sportbekleidung her – sie findet sich auf Platz drei dessen, was am häufigsten im Online-Einkaufswagen landet. Auch noch gefragt im Homeoffice: Loungewear (36%).

Aber wie haben sich die Fashionshops in Stellung gebracht? W&V Data hat dafür, gestützt auf die Zahlen unseres Partners Nielsen, den Bereich Bekleidung nach den Werbespendings im ersten Quartal analysiert und den Mediamix der Top Five der Werbungtreibenden ausgewertet.

Unterm Strich hat der Bereich Bekleidung an Volumen verloren. Hinter den 68,2 Mio. Euro brutto gesamt stehen 5,5 Prozent Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Eine Folge des Coronaeffekts, der ab Mitte März in so gut wie allen Bereichen zu Reduzierungen führte und im April sehr wahrscheinlich noch deutlicher zu Tage tritt.

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Doch bei den Top Five-Werbungtreibenden haben alle um einiges mehr an Budget in die Hand genommen. Das Gros der Gelder lief ins TV – Marketingziel war also offensichtlich eine Steigerung der Bekanntheit in der breiten Masse. Ausnahme ist Adler, die generell printaffin agieren und dort die Budgets um rund 144 Prozent aufgestockt haben. Auffällig ist auch Herrenmode-Ausstatter Walbusch. Im vergangenen Jahr hauptsächlich nur online unterwegs, hat Walbusch jetzt den Fokus vor allem auf TV gelegt.

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Übrigens: Bei About You kann man demnächst auch Masken bestellen, ganz stylish versteht sich. Vier Millionen Exemplare hat About You im Angebot, zum Teil designt by Riccardo Simonetti und Guido Maria Kretschmer beigesteuert. Mehr dazu lesen Sie hier.

Ebenfalls auf W&V Data abrufbar ist die Verteilung der Werbebudgets innerhalb des Segments. Der Hauptteil der Spendings, knapp 34 Mio. Euro brutto in QI, kommt über die Bekleidungsgeschäfte. Hierfür ist im April aufgrund der geschlossenen Geschäfte mit einem spürbaren Rückgang zu rechnen. Dagegen dürften die E-Commerce-Anbieter mit 12,7 Mio. Euro fürs erste Quartal zulegen. Und apropos Laufen gegen den Coronafrust: Mit 5,28 Mio. Euro als Quartalsvolumen ist Sport- und Freizeitbekleidung vom Werbeaufkommen der viertstärkste Bereicht – Tendenz klar steigend.

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Autor: Christiane Treckmann

Als Redaktionsleiterin von W&V verantwortet Christiane Treckmann die redaktionelle Begleitung von W&V Data, die W&V Reports sowie diverse Sonderprodukte. Ihr Motto: Nutzwert statt Buzzword-Bingo. Ihre Interessen: Menschen, Marken, Medien - analog wie digital.

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